Ein Anschlag
Diese Geschichte entstand im Forum der Drachenritter. Mitgewirkt haben (in der Reihenfolge ihres Schreibens): Der Asinine Assassine (das bin ich), Gangrel, Arathas, Cusach, Kisanth, Takina der Gobbo, Horstos, Zeiram, Jerron, Ulrike, Man of Shei, Teria (das bin auch ich), Dreibuchstaben, Silvana, KeyKeeper und der Labile Leichenfledderer.
Asininer Assassine
"Endlich!" dachte der Asinine Assassine, während er über die Burgmauer kletterte. "Endlich ist dieser verflixte Umbau vorbei, und ich kann meinen Plan weiter verfolgen, ohne bei jedem Schritt in Handwerker, DRACHENMEISTER und Henker reinzurennen. Außerdem sehe ich weder Drachen noch schwarze Stachelbälle. Perfekt."
Er sprang von der Mauer und duckte sich in den Schatten hinter der Burgschmiede, während er dem Krach lauschte, den die Drachenritter veranstalteten. Einige Gestalten tanzten um ein gigantisches Weinfaß herum, andere sangen und lachten... offenbar war das Fest in vollem Gange. Selbst dieser mörderische 101. Ritter war dabei. Ideale Bedingungen.
Er drehte sich um und winkte seinem Freund, dem Atonalen Attentäter, der noch auf der Mauer auf der Lauer saß. "Komm schon!" zischte er.
Der Atonale Attentäter warf ihm nur einen wütenden Blick zu, drehte sich um und begann vorsichtig die Mauer herunterzukraxeln.
Als er endlich unten war, schlichen die beiden finsteren Schurken vorsichtig durch die ebenso finsteren Schatten.
Gangrel
Ein Drachenritter zu werden ist nicht einfach dachte sich Gangrel, da drüben feierten sie, tranken, aßen und unterhielten sich. Sie feierten, tanzten und scherzten. Doch ich als einer der Bewerber saß hier und brütete darüber nach meine Burg noch attraktiver zu machen. Sie sollte einer der Juwelen sein die zu den Drachenrittern gehörte. Doch der Weg war steinig, er war gefährlich, aber die Verheißung ein Drachenritter zu sein schien es wert dieses Risiko einzugehen. Gangrel fragte sich ob dieses Fest einer der "barbarischen" Prüfungen war oder nur ein Fest wie es Kumpane feierten.
Nun gut diese Baupläne schienen ganz brauchbar zu sein, vielleicht sollte ich es wagen und mich dem Fest nähern, aber vielleicht wollten sie das gar nicht!
Arathas
"Ich will auch mal auf dem Troll reiten" schrien die Drachenritter beim Feste indes vergnügt und liessen sich nacheinander auf den Rücken Raspels setzen. Arathas kassierte derweil kräftig ab, weil er für jeden Ritt fünf Goldmünzen verlangte, doch die Menge zahlte.
Doch je mehr Wein floß, desto mehr verspürte er einen nicht zu missachtenden Harndrang, und so kam ihm die nahe gelegene Burgmauer sehr gelegen. Gerade wollte er seine Rüstung aufklappen, als er zwei flüsternde Stimmen vernahm, die gefährlich und bösartig klangen. Doch die Zeit reichte nicht mehr, um sich umzudrehen, denn einen Augenblick später traf den schwarzen Ritter etwas am Kopf, und er taumelte zur Seite und versank in Bewußtlosigkeit. Das letzte, was er hörte, war ein irres Kichern, und er fühlte noch, wie er von dannen geschleift wurde...
Gangrel
Gangrel horchte auf, dieses Geräusch war nahe, wie eine schwere Rüstung die umgefallen war. Hatten sie etwa auch Zweikampf in den Prüfungen? Er war verdutzt, das Schwert hatte er an der Seite, aber eigentlich war er nicht zum kämpfen gekommen und irgendwie hatte er auch nicht erwartet dass genau das passieren sollte. Das Geräusch war nur kurz, vermutlich einer der die Prüfungen nicht bestanden hatte. Man munkelte auch von einem gnadenlosen Henker in den Reihen der Drachenritter. Sollte er etwa auch kommen um Gangrel den Garaus zu machen.
Dann Ruhe, ein Kichern, das war kein Henker! Da hatte es wohl eine kleine Unstimmigkeit zwischen den Rittern gegeben. Sollte sich Gangrel da einmischen? Vielleicht war es auch die Prüfung ob man Hilfsbereit ist, vielleicht musste man eingreifen. Gangrel stand auf und sah die Berge an Ratschlägen vor sich. Er schaute sie nochmals an und schob sie dann beiseite, für den Momnet galt es eine Prüfung zu bestehen. Er ging in die Richtung des Geräuschs!
Arathas
"So, und was machen wir nun mit diesem schwarzen Blechgestell?" fragte der Atonale Attentäter.
"Keine Ahnung" entgegnete der Asinine Assassine. "Wir könnten ihn dort in den Blechcontainer werfen, den wird schon keiner vermissen..."
Gesagt, getan, und so begannen die beiden, den ehrenwerten Sir Arathas zum Blechcontainer zu schleifen, als plötzlich eine weitere Gestalt auftauchte...
Cusach
"Ja, was geht denn hier vor", fragte Yerho arglos. Sein Schwanz (Für die ganz Mißtrauischen: Es ist das verlängerte Rückgrat gemeint!) scharrte über den Boden, als er sich zu den Festivitäten zuwandte und mit der Hand auf diese wies. "Warum spielt ihr hier Verstecken, während da drüben alle feiern? - Oh, ist der Schwarze Ritter schon zu betrunken, um allein in den Container zu kommen? Kann ich helfen?"
Sein Kopf zuckte zur Seite, als ein Geräusch das Erscheinen einer weiteren Person ankündigte.
Asininer Assassine
"Das ist sehr nett, edler Ritter", sagte der Asinine Assassine höflich und versteckte sein Gesicht noch ein bißchen mehr hinter seinem Schal, während er sich bemühte, den Atonalen Attentäter von Sir Arathas´ Rüstung wegzuziehen. Der Atonale Attentäter wehrte sich jedoch heftig. "Laß mich, laß mich, da ist Geld drin!!!!"
"Geld?" Yerho und auch Gangrel horchten beide auf.
Der Asinine Assassine lächelte nervös.
Gangrel
Gangrel beobachtete dieses sehr muntere Spektakel als er um die Ecke bog. Da schleppten sie dieses Monstrum von Rüstung mit Inhalt in Richtung des Containers.
Doch er wunderte sich diese beiden kamen ihm vertraut und doch fremd vor. Waren das Drachenritter die sich verkleidet hatten? "Was tut ihr?" fragte er und schaute die Meute an. Doch er hatte es noch nicht richtig ausgesprochen da hörte er Geld, seine Augen verengten sich zu Schlitzen "Aha!" sagte er.
Arathas
Beim Wort "Geld" wurde auch Arathas schlagartig wieder wach, blickte sich um und erkannte den ernst der Lage augenblicklich.
"Ich habe das gesamte Fest verschlafen!" jaulte er mit schmerzverzerrtem Gesicht.
"Das Fest, eh?" fragte der Asinine Assassine vorsichtig und liess von Arathas ab, der sich nun erhob.
"Ja, das Fest! Ich habe es verschlafen, oh du meine Güte! Wie konnte das nur geschehen?"
"Aber das Fest ist doch noch in vollem Gange" meinte Yerho skeptisch und deutete auf die tanzenden Gestalten in der Ferne.
"Schlaf weiter" zischte der Atonale Attentäter und liess seinen Totschläger ein zweites Mal niedersausen, als Yerho und Gangrel gerade nicht hinsahen.
"Würdet ihr uns helfen, ihn jetzt in den Container zu werfen?"
"Oh. Natürlich. Wie unhöflich von uns." Sofort packten die beiden Drachenritter mit an, obwohl sie ein komisches Gefühl bei der Sache hatten.
Arathas
Doch gerade, als sie Sir Arathas in den Blechcontainer werfen wollten, ertönte ein lautes "Hicksch! Macht Platsch da, hier komme... isch..."
"Oh verdammt, der 101. Ritter!" stieß der Asinine Assassine aus. "Jetzt ist's vorbei."
Dtk musterte die fünf Gestalten für einen Augenblick, und irgendwie machte er den Anschein, als würde er unter der Rüstung schielen.
"Lascht mich in meine.... Wohnung... hicksch... musch schlafen........ Gute Nacht!" rief er aus, dann taumelte er zum Blechcontainer und stürzte sich blindlings hinein.
"Äh" war alles, was der Asinine Assassine jetzt noch hervorbrachte.
Gangrel
Irgendetwas ist hier nicht in Ordnung dachte sich Gangrel nur was? Er sollte diesen Berg aus Metall in diesen Container schleifen, das war ein weiter Weg.
Da fiel ihm ein das die Frage mit dem Geld irgendwie aus seinem Gedanken glitt. "Das Geld?", er lies Arathas los und schaute Yerho an, "Was war eignetlich mit dem Geld gemeint?" Dann ging sein Blick zu den Maskierten. "Und warum kenne ich euch und doch nicht?"
Da wurden die beiden unruhig, Gangrel spürte er war auf dem richtigen Weg.
"Na?" fragte er nach, "Nehmt doch mal diesen Schal vom Gesicht!" er schaute nun Asininer Assassine. Direkt in die kleinen zusammengekniffenen Augen!
Khisanth
Auch der schwarzen Drache von weitem das scheppernde Ereignis wahr, und neugierig wie er war musste er wissen was da los war.
Sein Blick schweifte durch den ganzen Raum, vorbei den feiernden Haufen, an Raspel und Takina.
Da erblickte er die Gestalten an der Burgmauer.
Aber aus irgendeinem Instinkt heraus, ging der Blick wieder auf Takina zurück, und blieb dort hängen. Sein Magen knurrte lautstark.
Nach Minuten des inneren Kampfes, um nicht über den Gobbo herzufallen, wandte sich sein massiger Schädel wieder zu dem Spektakel zu.
"Arathas scheint wohl zuviel des Guten zu sich genommen zu haben" murmelte er belustigt in sich hinein ... aber von den anderen erkannte er nur Yerho.
Mit schweren Schritten näherte er sich der Ansammlung an der Burgmauer, der so in etwas vertieft war, das sie nicht mal die Gestalt eines Drachen bemerkten.
In Reichweite gekommen, stupste er mit seinem Maul eine der in dunklen Gewändern gekleidete Person an.
Diese drehte sich blitzschnell um, und blickte erschrocken in die Augen des Geschuppten...
Gangrel
Gangrel nahm die schweren Schritte unbewusst war, doch zu spät wie er bemerkte, ein Drache. Sollte Gangrel noch Farbe im Gesicht gehabt haben, was ob der schweren Prüfungen sicherlich nicht mehr viel wahr, so war diese jetzt aus dem Gesicht. Drachenritter hatten mit Drachen zu tun, das war klar, aber das hier war ein richtiger GROSSER Drache. Wie hypnotisiert ging Gangrel zwei drei Schritte zurück. Gut dass noch Drachenritter in der Nähe waren, doch die feierten weiter, es musste eine der schwersten Prüfungen sein die sie parat hatten. Ein DRACHE fuhr es wieder durch seine Gedanken!
Asininer Assassine
Eine Sekunde später war da, wo gerade noch ein Asininer Assassine gestanden hatte, nur noch ein Staubwölkchen zu sehen. Er selber rannte wie von tausend Drachen gejagt quer über den Burghof und verschwand im Schatten zwischen den Wirtschaftsgebäuden.
Alle übrigen wandten sich nun dem Atonalen Attentäter zu. Er stand, in ein schwarzes Diebsgewand gekleidet, den Totschläger in der Hand, Dietriche, Dolche und verschiedene Giftfläschchen am Gürtel, vor ihnen und versuchte harmlos auszusehen. "Ich, äh, bin, äh...", er suchte verzweifelt nach dem richtigen Wort, "unschuldig. Ja, genau, unschuldig. Ich wars nicht! Er wars!" Und zeigte hastig auf Gangrel.
Khisanth
Khisanth riss den Kopf schlagartig in die Höhe, das es Gangrel fast den Boden unter den Füßen weggezogen hätte.
Hatte der Drache nicht jemanden von den anderen von Geld sprechen hören ... nein, sein Gehör würde sich da nicht täuschen. Sein Augen blitzen vor Freude, und maschierte mit leichter ungeduld auf die Assassine zu.
"Ihr habt doch von Geld geredet ... gebt es mir" schnarrte der Drache in befehlshaberischen Ton...
Arathas
Gangrel liess Sir Arathas los, und schon plumpste der Ritter zu Boden.
"Ich?" fragte Gangrel ungläubig. "Ähm.... das stimmt, nicht. ER war's" sagte er und zeigte auf den schwarzen Ritter Arathas. Damit konnte er nichts falsch machen, denn ein bewußtloser würde sich kaum wehren. Irgendwo hatte diese Logik einen Haken, jedoch wußte Gangrel gerade nicht, wo dieser sein konnte...
Cusach
Yerhos nichtmenschliche Sinne hatten die Annäherung Khisanths natürlich wahrgenommen, doch die Bedeutung des Ganzen entglitt immer mehr seinem Verständnis. Er hatte nur helfen wollen, doch jetzt schien sich eine Art zweite Feier neben der ersten zu entwickeln, deren Regeln ihm schleiferhaft waren. Er war nun schon geraume Zeit im Bund, doch viele Dinge, die Menschen bewegten, verstand er nicht einmal, wenn er in deren Erscheinungsform auftrat.
Er ließ Arathas los, was sowohl dieser als auch die anderen Träger mit einem undeutlichen Knurren quittierten und blickte den mächtigen Drachen fragend an. Seine Nüstern weiterten sich, als er konzentriert witterte. Dann bemerkte er auch, was dem Drachen offenbar sofort klar geworden war: Bei zwei der hier Anwesenden konnte es sich nicht um Drachenritter handeln. Ihre Gerüche waren fremd, eine groteske Mischung aus Waffenöl und billigem Rasierwasser.
"Ähem...", meinte er, in Ermangelung eines konsequenteren Fazits.
Gangrel
Was wenn Arathas erwachen würde? Ach egal dann konnte man das locker auf seinen Rausch zurückführen oder gar auf seinen Raspel. Gangrel war froh, dass der Drache sich einen anderen herausgesucht hatte. Den richtigen, aber was war nun zu tun? Kurz schaute er auf den Atonalen Attentäter, der war versorgt, aber wo war der Verschleierte andere hin? Die Staubwolke sprach eine eindeutige Sprache: abgehauen!
"Ja," meldete sich Gangrel wieder zu Wort "ich denke doch das dies hier alles nur zu den Prüfungen gehört und ich nun sollen wir sagen wieder zu den Unterlagen meiner Burg zurückkehren kann oder wolltet ihr das ich mich beim Fest blicken lasse?" Dabei deutete er auf die Tanzenden die von der bizzaren Szenerie an der Burgmauer nichts mibekamen.
Asininer Assassine
"Klasse Idee!" sagte der Atonale Attentäter sofort und zog sich vorsichtig von den Drachen, Rittern und - äh - was auch immer Yerho war - zurück. "Geht ihr ruhig weiter feiern! Ich such solange meinen Kumpel. Schönen Abend noch!" Lustig pfeifend begann er davonzuschlendern.
Kurz schaute er noch zu Khisanth zurück. "Ach, das Geld hat übrigens auch der Typ in der schwarzen Rüstung. Viel Spaß noch!"
Gangrel
"Ähm Stopp!" meldete sich Gangrel da. "Ich denke so war das doch nicht gedacht oder?" fragte er.
Khisanth
Eine Antwort auf seinem Befehl nach Geld war noch nicht gefallen. Langsam nahm seine Unduld zu, sein Schwanz schwang hin und her, wobei die anderen diesen immerzu ausweichen.
Als ein Zeichen für seine Ungeduld ging ein Feuerhauch vor dem Assassin nieder.
Es kam eine Reaktion der Assassin, er wich zurück ... also beschloss er einen der Anwesenden als Warnung anzukokeln.
"Ich will das Geld ... gebt es mir" herrschte er den Assassinen an. Daraufhin ließ ein weiterer Feuerstrahl die Rüstung von Arathas glühen.
Dieser wurde mit einem Schrei aus der Bewusstlosigkeit gerissen...
Gangrel
Entsetzen machte sich breit in Gangrels Gesicht. Ein Feuerhauch hier, eine glühende Rüstung da, was spielte sich hier ab. Langsam kam Gangrel die Erkenntnis, das hier war keine Prüfung hier ging es um Diebsgesindel und Geld, einen schwarzen ziemlich mächtigen Drachen und einen betrunkenen Ritter. Und wer stand mittendrin? Ein Drachenritter der nicht so recht wusste was hier vor sich ging und ein armer Bewerber....
Da fasste gangrel einen Entschluss, er stürzte sich auf den Atonalen Attentäter und riss ihn zu Boden. Dann nahm er ihm den Todschläger ab und gab ihm eins drüber, der war erst mal außer Gefecht. Er stand auf.
Asininer Assassine
Aus einiger Entfernung beobachtete der Asinine Assassine, wie die Bewohner der Burg wie erwartet Amok zu laufen begannen und seinen Kumpan brutal hinmetzelten... äh, für eine Weile ausschalteten. Er kicherte lautlos; immerhin war das ja genau der Grund gewesen, weshalb er ihn überhaupt mitgenommen hatten. Sollten sie sich ruhig mit ihm beschäftigen, dann konnte er solange ungehindert seinen Auftrag erfüllen. Hauptsache, sie warfen ihm keine schwarzen Stachelbälle in den Weg.
Lautlos wandte er sich ab und glitt wie ein Schatten in den Gang, der zu den Unterkünften der Drachenritter und -ladies führte.
Gangrel
"Also ich will mich ja nun nicht beschweren, aber irgendwie wollte ich mich nur um meine Bewerbung und die wahrhaft schweren Prüfungen kümmern. Aber nun stehe ich hier knüpple für euch irgendwelche Diebe nieder und ... " er stockte als er zu dem bösartig aussehenden Drachen sah " ...äh..wo war ich? Ja!... und ihr kümmert euch um irgendwelches Geld. Ist das nun ein Teil meiner Prüfungen oder nicht?" Er schaute die drei Drachenritter in seiner Nähe an, auch wenn er sich dabei zu fragen begann welcher davon ein "Ritter" war. Eine große Echse die mit ihrem Schwanz nervös den Staub aufwirbelte, ein riesiger schwarzes Drache und ein Blechhaufen der leicht glühte. "Also?" er machte eine lange Pause. "Sollte das keine Prüfung sein, dann habt ihr hier zwei Einbrecher, einen hab ich euch hier kaltgestellt und mit viel Glück ist der andere tatsächlich geflohen!"
Khisanth
"Was redet ihr von einer Prüfung?" Der Drache zeigte wenig Ahnung auf die Bemerkung Gangrels, nickte jedoch zustimmend als von Einbrechern die Rede war.
Die Augen des Drachen aber folgten Arathas, der mit seiner erhitzen Rüstung kreuz und quer wie von Drachen gehetzt umherlief.
Als er um die Ecke verschwand hörte man ein zischen, und Wasserdampf stieg in die Luft empor. Arathas hatte wohl Wasser zum abkühlen gefunden.
Wenn der Assassin wahr gespochen hat, dann war die Chance mehr Geld anzuhäufen mit dem schwarzen Ritter verschwunden.
"Mist ... ich muss dann wohl auf eine andere Gelegenheit warten."
Dieses Schauspiel war aber ein netter Zeitvertreib, dachte sich Khisanth, als er zu den feiernden Drachenrittern zurückkehrte.
Asininer Assassine
"Ach, übrigens", sagte Khisanth beiläufig zu Raspel, der gerade mit Lady Ulrike auf dem Rücken zum achten Mal durch die Halle galoppierte, "dein Herr ist nicht feuerfest."
Cusach
Yerho blickte zu Grangel.
"Gehen wir zurück zur Feier oder suchen wir den anderen? - Ich meine, das eine wäre unterhaltsam...", er zeigte ein zähnefletschendes Grinsen, "aber das andere sicher noch sehr viel lustiger.
Vielleicht könnten wir auch die anderen dazuholen? So eine zünftige Assassinen-Hatz wäre das letzte, was sich ein Drachenritter entgehen läßt!"
Das Zischen verdampfenden Wassers im Hintergrund ließ nach und zugleich vermuten, daß zumindest Arathas nun nüchtern und höchst motiviert war.
Ein lautes "RAAAAAAASPEL!!!" bestätigte alsbald die Vermutung.
Takina_der_Gobbo
Gangrel überlegte kurz und erwiderte dann Yerhos grinsen.
"Also gut.", sagte er, holte tief Luft und brüllte aus voller Kehle: "ASSASSINEN !!!"
Andariel, Mr.Maniac und der kleine Krieger beschäftigten sich gerade mit einer Runde Gobbodrehen (was Takina ein klein wenig mißfiel), als sie plötzlich den Schrei hörten. Sofort ließ Andariel das grüne etwas fallen und ein Glänzen erschien in ihren Augen. Es war ein unheimliches, blutrünstiges Glänzen, welches auch in den Augen der anderen Drachenritter (mit wenigen Ausnahmen) zu sehen war. Binnen Sekunden war der Saal leer und die gesamte Ritterschaft befand sich auf Assassinenjagd.
Boraidan hingegen stand weiterhin im Festsaal, hielt seinen Weinhumpen fest und überlegte... irgendwo her kam ihm das doch bekannt vor...
Der Asinine Assassine bemühte sich gerade so leise wie möglich durch die Gänge zu schleichen, als er plötzlich etwas hörte. Der Assassine hielt inne und lauschte. Irgendwie war ihm, als hätte jemand nach Assassinen gerufen. Aber das war ja wohl lächerlich. Wer sollte schon nach...
"Oh, verdammt...", stöhnte der Schwarzgewandete auf. "Nicht schon wieder..."
Dreibuchstaben schlummerte friedlich im Altmetallcontainer als sich der Schrei auch langsam in seinen Verstand vorarbeitete.
"Assassinen", wiederholte der 101.Ritter, schmatzte leise und drehte sich auf die andere Seite. Plötzlich öffneten sich seine Augen so weit, daß sie unter dem Visier hervorzuspringen drohten.
"Assassinen !", sagte er noch ein weiters mal.
Mit einem gewaltigen Getöse explodierte der Altmetallcontainer. Alte Rüstungsteile, Blechdosen und ähnliche Dinge verteilten sich willkührlich über den Burghof und dann sah man ihn da stehen in seiner vollen Pracht. Leicht schwankend, mit Schmutzstreifen auf der glänzenden Rüstung und einem Faßband über der Schulter wühlte der Ritter ohne Furcht und Gnade im Schrott zu sseinen Füßen und zog schließlich triumphierend seinen Zweieinhalbhänder heraus.
Asininer Assassine
Der Asinine Assassine überlegte eine Weile. Offenbar hatte das Ablenkunsmanöver nicht so gut funktioniert. Vielleicht hätten sie doch nicht gemeinsam, gleichzeitig und an derselben Stelle in die Burg eindringen sollen. Er nahm sich vor, das beim nächsten Mal zu beherzigen - falls es noch ein nächstes Mal gab.
Es wurde Zeit, intelligent vorzugehen, auch wenn das etwas Mühe kostete. Er öffnete die nächstbeste Tür und fand sich in einer Kemenate, die offenbar von einer Drachenlady bewohnt wurde. Zum Glück war sie gerade nicht da, sie feierte wohl noch unten in der Halle. Flugs zog er ein hübsches nachtblaues Damenkleid über seine Assassinengewänder und setzte eine Haube auf. Dann bewunderte er sich im Spiegel, hörte aber rasch damit auf, als unten unzählige Drachenritter in mörderische Schlachtrufe ausbrachen.
Hastig verließ er die Kemenate und eilte den Gang hinunter zu den Gemächern des DRACHENMEISTERS.
Währenddessen kam der Atonale Attentäter stöhnend wieder zu sich - unmittelbar bevor ihm der Blechcontainer und ein Haufen Schrott um die Ohren flog.
Er jaulte auf und krabbelte auf allen vieren unter das nächstbeste Schutzdach. Blöd nur, daß das Yerhos verlängerter Steißbeinfortsatz war.
Cusach
Yerho blickte sich irritiert um und bemerkte erst jetzt den Atonalen Attentäter, der auf mysteröse Weise auf Handgröße geschrumpft war und und nun offenbar versuchte, sich unter seinem Steißbeinfortsatz zu verstecken. - In diesem Moment erwies es sich als unpraktisch, daß er in dieser Erscheinungsform keine Lachmuskeln besaß. Statt dessen blickte erneut zu Grangel... Dieses Mal eindeutig fragend.
Asininer Assassine
Zu spät bemerkte der Atonale Attentäter, daß das Schutzdach nicht groß genug war, um ihn zu beschützen. Eines der Schuttttttteile aus dem Container traf ihn schmerzhaft an der Schulter. Er jaulte erneut atonal auf und schwor sich, beim nächsten Mal (wenn es ein nächstes Mal gab) a) sein Panzerhemd und b) seine Brille mitzunehmen. Dann krabbelte er hastig davon, sprang auf und rannte in die Richtung, wo auch der Asinine Assassine kurze Zeit vorher hingerannt war.
Khisanth
Assassinen? Hat da jemand Assassinen gerufen, die kommen ja früh drauf wundert sich Khisanth, der gerade sehr mit seiner Schuppenpflege beschäftigt war.
Nur wenig kann eine Drachen aus seiner Pflege reissen, aber fliegende Mülltrümmer gehören dazu ... noch dazu wenn eines davon die Schnauze trifft.
Er sah die Drachenritter in Richtung der Gemächer wandern und schloss sich bei ihner Jagd nach dem Asininen Assassinen mal an.
Cusach
Yerho blickte dem davonwieselndem Assassinnen nach, zuckte mit den Schulter, ging sich auf alle Viere und jagte dem Davoneilendem nach. Was ihn antrieb, war der humane gedanke, den Knilch zu erwischen, bevor Kisanth es tat. Obwohl er viel schneller war, verlor er den Flüchtenden doch im Wirrwarr seiner aufgeschreckten Mit-Ritter.
"Mist", knurrte er und versuchte, schnüffelnderweise die Fährte wieder aufzunehmen...
Gangrel
"Yerho, ich denke wir sollten ihm folgen." sagte Gangrel zu Yerho und rannte los. Er wurde das gefühl nicht los, dass der eine den anderen finden würde und dann würden Yerho und Gangrel die beiden finden. Das war es was zählte die Assassinen finden. Also folgte Gangrel dem Atonalen Attentäter.
Und Yerho folgte Gangrel.
Und der 101. Ritter folgte Yerho.
Horstos
Der hünenhafte Horstos wanderte schon leicht müde die letzten Schritte Richtung Burgtor. Vielleicht könnte er sich hier für die eine (oder ruhig auch noch die andere) Nacht einquartieren. Der Lärm vorhin erinnerte ihn an eine wilde Feier doch dann glaubte er, den Ruf "APFELSINEN!" zu hören. Blödsinn - wer ruft denn sowas? Hmm, könnte aber auch "Assasinen!" gewesen sein. Da dachte Horstos wieder über seinen ursprünglichen Grund seiner Wanderschaft nach: Er war auf der Jagd nach dem Atonalen Attentäter.
Damals nämlich, als er noch mit Siegfried zusammen auftrat, war bei einem (missglückten) Attentat einer der weissen Tiger vor Schreck durchgedreht und verletzte seinen alten Kumpel Siggi an einer sehr empfindlichen Stelle...
Das war nun schon einige Wochen her, seit dem letzten gemeinsamen Auftritt mit ihm und diesen Viechern. Horstos war mittlerweile gar nicht mehr so unglücklich darüber, auch seinen damaligen Künstlername 'Roy' nutzte er nicht mehr (klang irgendwie zu schwuchtelig...).
Vielleicht sollte er den Atonalen Amateur vergessen und als 'Horstos der Hüne' neu beginnen. Sicher gab es auf dieser riesigen Burg eine holde Lady, mit der er Tricks, wie die schwebende Jungfrau vorführen konnte? Andrerseits gab es hier möglicherweise schon genug Zauberer...
Im Burghof angekommen, stellte Horstos erfreut fest, dass hier wirklich eine Feier im Gange war bzw. gewesen ist. Doch da stand noch ein nur fast leeres Weinfass und auf einem (der wenigen nicht umgestürzten) Tische war noch ein lecker dampfender Kochtopf. Horstos nahm diese Gastfreundschaft grinsend an und setzte sich mit Teller und Weinkrug gemütlich nieder. Durch die Mauern hörte er die Ritter durchs Treppenhaus trampeln und scheppern; er würde einfach hier warten, ob noch jemand raus käme, ihn zu begrüssen.
Die Füsse auf den Tisch legend wandert sein Blick hoch zur Burgmauer, doch beim Anblick eines Drachens da oben verschluckt sich Horstos...
Asininer Assassine
Der Asinine Assassine schlich weiter durch die Burg. Vom Burghof her hörte er noch immer das Gegröhle und die Schlachtenrufe diverser Drachenritter, aber irgendwie schien die Jagd nicht in die Gänge zu kommen. Wahrscheinlich waren sie alle doch zu besoffen.
Nun, es wurde Zeit, für noch ein bißchen Ablenkung zu sorgen. Er sammelte die Fehdehandschuhe ein, die am Schwarzen Brett hingen, und schlich zu den Latrinen. Vor den beiden Türen zögerte er kurz, dann entschied er sich trotz seines hübschen blauen Damengewandes doch für die Herrenlatrine. Er schlüfte durch die Tür, ignorierte das Plumpsklo (das nützte ihm bei seinem Plan nichts) und wandte sich dem kleinen Springquell zu, der fröhlich aus einer Felswand herausplätscherte. An der Felswand waren ein paar Haken befestigt, an denen Handtücher hingen. Der Asinine Assassine kicherte tückisch und stopfte alle Handtücher und Fehdehandschuhe in den Abfluß des kleinen Quells. Schon nach wenigen Augenblicken breitete sich auf dem Boden eine kleine Wasserlache aus, die schnell größer wurde.
Mit teuflischem Kichern wandte sich der Asinine Assassine wieder der Tür zu, als diese plötzlich aufging. Ein betrunkener Drachenritter schwankte herein und blinzelte ihn dumpf an. ".....hä? wasnlos? Falsches Klo? Wasmachsnu hier, Lady?"
Zeiram
Ruhig war es. Zu ruhig, dachte Zeiram und öffnete langsam die Augen. Das grelle Licht blendete ihn. Wo war er? Was lag er hier auf dem Boden? War nicht ein Fest in gange?
Ruckartig erhob sich Zeiram. Mit einem Lauten Knall machte sein Kopf Bekanntschaft mit der Tischplatte. "Verdammt", flucht er, "schön blöd wenn man sich zum ausruhen unter dem Tisch niederlässt". Etwas unsicher kroch Zeiram unter dem Tisch hervor und stand auf. Besser gesagt, er versuchte es. Etwas wackelig auf den Beinen schaffte er es aber dennoch. "Oh man, ich sollte nicht so viel von dem Gesöff hier trinken. Das war vielleicht ein Fest!", murmelte Zeiram," aber wo sind all die anderen hin?"
Zeiram blickte durch den Raum. Wer saß den dort an der Tafel und schob eifrig die feinen Mahlzeiten in sich herein. Irgendwie war Zeiram diese Person unbekannt. Und was war das für ein Tumult ausserhalb des Saales?
Jerron
Mühsam öffnete Jerron seine Augen und fand sich in einer äußerst ungemütlichen Lage wieder: Ungefähr in 100 Schritt entfernung sah er seine Füße in unnatürlichem Winkel emporragen, ein grelles Licht schien durch eine halbrunde Öffnung und sein Kopf schien in einer schmerzhaften Position unter seinen schultern eingeklemmt zu sein. Außerdem war es ihm hier entschieden zu feucht!
Er machte zaghafte Bewegungen mit den ihm unendlich weit fort scheinenden Beinen und spürte, wie sich die Welt um ihn drehte, als er schließlich umkippte und mit einem lauten Krachen auf dem Boden zerschellte. Nein, das Weinfaß, in das ihn ein Drachenritterkollege, an den er sich alle Götter seien verflucht leider nicht mehr erinnern konnte, vor etlichen Jahren gestopft zu haben schien, zerbarst um ihn herum und Jerron krabbelte aus den Faßtrümmern hervor, wrang seine ehemals weiße Kutte aus und schwor sich zum wiederholten Male, endlich mit dieser allabendlichen Sauferei aufzuhören!
Da plötzlich fiel ihm ein, wieso er überhaupt aufgewacht war: Eine dieser lästigen Visionen hatte ihn wieder geplagt. Widerliche schwarze Spinnen hatte er gesehen, die über die Wände der Ordensburg krabbelten und die Gemächer des DRACHENMEISTERS überrannten, während außen eine wahre Sintflut den Burghof unter Wasser setzte.
Etwas war hier ganz und gar nicht in Ordnung! Er mußte unbedingt den DRACHENMEISTER warnen!
Mühsam zog er sich an der nächstbesten Tischplatte hoch und torkelte gen Hallenausgang, nicht ohne unterwegs mehrmals über im Weg liegende Schemel und Bänke zu stolpern und wiederholt Bekanntschaft mit dem absolut nachlässig gefegten Fußboden zu schließen.
Asininer Assassine
Plitscher, plätscher.
Ein heiteres kleines Rinnsal suchte sich seinen Weg zwischen den Ritzen und Fugen der Ritterlatrine hindurch, an den Füßen des Asininen Assassinen und des betrunkenen Drachenritters vorbei. Der Drachenritter glotzte das Wasser an und blickte dann mit schmerzlich verzerrtem Gesicht auf. "Oh. Tschuldigung. Ich wußte nicht, daß es SO dringend war."
Der Asinine Assassine wurde knallrot hinter seinem schwarzen Tuch, überlegte blitzschnell, und dann schraubte er seine Stimme rund drei Oktaven höher und kreischte: "Hinaus, Ihr Unhold!!"
Der Drachenritter hob die Hände und stammelte eine weitere Entschuldigung, hörte aber schlagartig damit auf, als ihm von hinten ein Totschläger auf den Kopf krachte. Der Asinine Assassine fing ihn auf und legte ihn dekorativ auf den Boden. Der Atonale Attentäter grinste ihn an und klopfte liebevoll auf seinen Totschläger.
"Beweg deinen Arsch, du Idiot", sagte der Asinine Assassine. "Wir haben heute nacht noch drei Morde zu erledigen, und ich HASSE es, wenn ich wegen der Arbeit zu spät zum Frühstück in der Assassinengilde komme."
"Aber was machen wir mit dem da? Wenn er liegenbleibt, ertrinkt er."
Der Asinine Assassine verdrehte bloß die Augen und stapfte an seinem Kumpan vorbei.
Sie verließen die Latrine.
Hinter ihnen sprudelte der Springquell fröhlich weiter einen breiten Wasserstrahl auf den Boden, wo das Wasser schon eine Handbreit hoch stand.
Jerron
Mühsam rappelte sich Jerron zum wiederholten mal hoch und schwankte in den ebenfalls nicht mehr sehr adrett aussehenden Zeiram.
"Wasnhierlos?" lallte Jerron. "Wosindndieallehin? Un... unwasollndieserkrach? Abbahalt, waddema, ischmusndrachnmeissa waaaaaaarn, wiasiningefaaah!"
Pflichtschuldigst wollte er gerade aus der Halle torkeln, als sein gertübter Blick auf einen unbekannten Kerl fiel, der sich an den Resten des Buffets labte. Irgendwoher schien er ihm bekannt vorzukommen, vege erinnerte er sich daran, diesen Kerl schon mal in seiner Kristallkugel gesehen zu haben, allerdings zusammen mit einem blonden Jüngling und einer Horde flauschiger Kätzchen. Aber egal, er hatte wichtigeres zu tun. Herrisch trug er Zeiram auf, sich um den Gast zu kümmern, bevor er sich auf den Weg machte. Doch zuerst drängte es ihn, einmal kurz die Latrinen aufzusuchen. Dieses Geträume von plätschernden Wassermassen war ihm neben dem Herumgeliege in kaltem Wein und den 16 Maß Bier irgendwie auf die Blase geschlagen.
Horstos
Rülpsend stand Horstos auf. Es war kühl geworden im Burghof, der Drache war verschwunden und es schien anzufangen zu regnen. Zumindest plätscherte es schon irgendwo die Burgmauer runter. Horstos kippte noch ein Krug Wein und kletterte über das den Eingang versperrende Fass in den Rittersaal, um gleich über den ersten betrunkenen Ritter zu stolpern, dessen Beine unter dem Tisch hervorragten.
"Hmm, gute Idee eigentlich: So'n kleines Verdauungsschläfchen...", dies sind seine Gedanken, als sich Horstos auf die samtbezogene, gepolsterte Bank ausstreckt. "mmm... muss mich ja nich gleich dem Niveau hier anpassen..." Erst ist ein zufriedenes Grunzen zu hören, dann ein Rumpeln und ein "Grrmmmpflll!". Doch Horstos (nun neben der Bank liegend) hört man kurze Zeit später wieder schnarchen.
Ulrike
Indes erreichte Lady Ulrike den Gang, der zu den Latrinen führte. Aber was mußte sie da entdecken?
"Heda! Was zum Henker machst Du mit MEINEM Kleid?" brüllte sie außer sich vor Wut, als sie zwei Gestalten erblickte, die vor ihr den Gang herunterschlichen. Dieses Kleid hatte sie sich extra anfertigen lassen und nun kam einfach jemand daher und zog es an.
Die vermummte Gestalt in ihrem Kleid blickte sich erschrocken um, stieß ihrem Begleiter in die Rippen und hastete dann eiligst weiter den Gang entlang.
"Oh nein! So einfach geht das nicht! Halt!!! Diebe!!!" schrie Lady Ulrike. Sie griff beherzt nach einem in der Ecke stehenden Besen und nahm die Verfolgung der beiden auf.
Cusach
Yerho, dessen Geruchssinn in Latrinen-Nähe erneut einen schweren Rückschlag erlitten hatte, hörte das Geschrei und blickte um die Ecke, hinter welcher der Lärm hervorzudringen schien.
Nur mit knapper Not konnte er einem Besenhieb entgehen, der ihn beinahe um eine Schnauzenlänge kürzer gemacht hätte.
"Kann ich euch irgendwie helfen, Mylady", fragte er höflich, bevor die streitbare Dame vor auf den Gedanken kam, ihn vorsichtshalber doch noch niederzuschlagen.
Jerron
"Ja, das ist doch schon gleich viel besser", dachte Jerron, als er aus der Halle trat und die frische Nachtluft seine weindunstumnebelte Nase traf. Sogleich fühlte er sich um etliche Grade wacher als vorher. Sogleich schritt er schnurstracks, nur unterbrochen von ein paar Schwankern und Stolperern, auf direktem Wege, na ja ein bis fünf mal verlief er sich, auf den Weg zur Latrine.
Irgendwie mußte er doch noch nicht ganz nüchtern sein, denn wie aus dem Nichts tauchte plötzlich Lady Ulrike vor ihm auf und rannte ihn über den Haufen. Die Lady hatte er sofort an ihrem Kleid erkannt, hatte er ihr doch prophezeit, daß sie dereinst in genau diesem Kleid ihren Traummann kennenlernen würde. anscheinend war es jetzt so weit, denn eine ihm unbekannte männliche Gestalt war Hand in Hand mit ihr durch den Gang gelaufen. Die beiden hatten es ziemlich eilig, sich wieder hochzurappeln und verschwanden hastig und grußlos den Gang hinunter.
"Stellt keine Schweinereien an, ihr zwei Turteltäubchen! Tut nichts, was ihr hinterher bereuen müßt" brüllte Jerron den beiden noch hinterher, bevor er sich an der praktischerweise dort vorhandenen Wand emporhangelte und seinen Weg zur Latrine fortsetzte.
Doch was war das?! Seine Vision schien sich zu bewahrheiten! Da war eindeutig eine Doppelgängerin Lady Ulrikes dabei, dem ehrenwerten Drachenritter Yerho einen Besen ins Maul zu stopfen!!!
Beherzt fummelte er in seiner Kutte nach seinem Rapier, bis ihm einfiel, daß selbiges sich noch als Bratspieß entfremdet in der Halle befand.
Egal, wenn Not am Manne bzw am geschuppten Dingsbums ist, muß man halt mit der Gewalt roher Fäuste zu Felde ziehen!!!
Und Jerron stürzte laut brüllend auf die verräterische Doppelgängerin Lady Ulrikes los...
Ulrike
Doch Lady Ulrike war nicht in der Stimmung, sich mit ihren Drachenritterkumpanen zu raufen. Sie trat einen Schritt zur Seite und der brüllende Jerron taumelte an ihr vorbei, stolperte in die Latrine, um kurz darauf auf den patschnassen Fließen auszurutschen.
"Wenn ihr euer Bad beendet habt, Sir Jerron, könntet ihr mir vielleicht helfen, mein Kleid zurückzubekommen!"
Jerron starrte irritiert auf Lady Ulrike. Das Wasser der Latrine hatte ihn wieder einigermaßen Klar im Kopf werden lassen, als er sich mühsam hochrappelte.
Lady Ulrike wandte sich an Yerho. "Entschuldigt bitte mein wüstes Auftreten, aber dort hinten ist mein Kleid verschwunden! Würdet ihr mir helfen, diesen elenden Dieb zur Strecke zu bringen?"
Cusach
Ein kurzer Blick überzeugte Yerho, daß Jerron sich nicht in unmittelbarer Gefahr des Ertrinkens befand. Er deutete eine Verbeugung an.
"Natürlich, Mylady."
Der Elan, mit dem er dem flüchtenden Kleiderdieb nachsetzte, wäre sicher geringer gewesen, hätte er gewußt, welche Vision zukünftiger Ereignisse Jerron in diesem Moment ereilte...
Horstos
Ein spitzer Schrei liess Horstos die Augen aufreissen. Ihm blieb keine Zeit, sich zu wundern, wer so freundlich war, ihn mit diesem bunten Stück Stoff zuzudecken. Da kam auch schon eine finster blickende Lady Ulrike angesprungen und schlug mit einem Besen nach ihm.
Horstos nutzte ihre zweite Ausholbewegung, um ihr das Kleid ins Gesicht zu schleudern. Währenddessen stolperte und polterte ein geschupptes Etwas in den Saal. In seiner Manteltasche hatte Horstos noch ein kleines Andenken seiner Entertainment-Zeit und mit diesem Rauchbömbchen konnte er das Durcheinander noch steigern, um unter dem Tisch durchzurollen und sich hinter einem grossen Schrank zu verstecken.
Yerho rappelte sich langsam auf, während Lady Ulrike den Rauch wegwedelte. Sie sahen sich einen Moment lang verdutzt an. Dann stürmten sie auch schon wieder aus dem Saal, die offene Tür zur Linken nutzend, aus welcher Richtung "Da sind die Assasinen!!!" gerufen wurde.
Horstos dachte "Puh, das war knapp! Aber was ist hier überhaupt für ein Chaos?!". Auf den Schreck musste er erstmal 'n Schluck trinken...
Mit zwei Bechern Wein kam Horstos zurück und setzte sich Zeiram gegenüber an den Tisch. Durch den Trubel war auch dieser aus seinem trunkenen Schlaf erwacht. Horstos schob ihm einen Becher entgegen mit einem freundlichen "Prost! Sagt mal, geht's hier immer so zu?". Doch Zeiram sah im Moment noch alles andere als fit aus, so dass Horstos schon die Wahrscheinlichkeiten abschätzte, ob sein Gegenüber ihm diese Frage beantworten könnte oder gleich wieder unter den Tisch rutschen würde ...
ManOfShei
Eigentlich wollte Kar Shei' auch zur Party kommen, doch als er durch das Burgtor trat stellte er fest, daß nur noch Zeiram und ein ihm unbekannter Geselle einen Humpen Wein tranken.
"Mist ... immer muß ich die Partys verpassen.", rief er etwas verstimmt aus, als Lady Ulrike und Yerho an ihm vorbei rannten.
"Äh, hallo ...", weiter kam er nicht mehr, da waren schon beide im nächsten Haus verschwunden. Eigentlich war ihm neu, das Lady Ulrike und Yerho fange spielen, aber das waren anscheinend die Nachwirkungen der Party.
Kar Shei' ging in Richtung Saal, als er ein plätchern wahrnahm und ein nettes Rinnsaal, welches aus der Latrinengegend kam.
"Was ist hier eigentlich los? Chaos, okay! Aber die Party verpaßt, Lady Ulrike mit Besen wird von Yerho verfolgt und die Burmauer in der Nähe des Eingangs ist verkokelt. Also entweder gabs hier nen miesen Bewerber oder die Party muß ziemlich ausschweifend gewesen sein."
Ulrike
Währenddessen hatten Lady Ulrike und Yerho den Kleiderräuber und seinen Kumpanen eingeholt.
"Na warte, Du widerliche ...", Lady Ulrike schlug wild mit ihrem Besen um sich und hätte dabei fast Yerho erwischt.
"Au, au, au! Aufhören! Ich ergebe mich, bitte nicht mehr schlagen ....", jammerte der Kleiderdieb und ging zu Boden.
Yerho stürzte sich sofort auf ihn und drückte ihn nieder, während der andere wild schreiend flüchtete, um nicht auch noch den Besen dieser völlig hysterischen Lady zu spüren.
Doch an diesem Kerl hatte Lady Ulrike gar kein Interesse. Sie riß diesem Räuber die Kleider vom Leib - dabei übertrieb sie wohl etwas, denn kurz darauf lag der Dieb nur noch in Unterhosen vor ihnen.
Jetzt stutzte Lady Ulrike. Das war ja ein Kerl!
"Du Wüstling! Wenn du schon solch eigenartigen Trieben nachgehen mußt, dann kauf dir gefälligst selbst ein paar Kleider!"
Yerho hatte den Dieb derweil losgelassen und krümmte sich vor Lachen auf dem Boden.
Jetzt konnte auch Lady Ulrike sich nicht mehr beherrschen. Selbst der kleine Walddämon, den Lady Ulrike zum Geburtstag bekommen hatte, und der sich bis dato völlig verstört auf ihrem Rücken festgekrallt hatte, kicherte in eigenartigen Tönen.
Und während sich Yerho, Lady Ulrike und der Walddämon wiehernd auf dem Boden kugelten, flüchtete der Dieb nur in Unterhosen und einem vermummten Gesicht.
Teria
Als sie es bemerkten, rannte Yerho dem Kerl sofort nach, doch er erwischte ihn nicht mehr, denn wieselflink rannte der Schurke quer über den Hof und geradewegs in Reigams Magierturm. Yerho fand, daß er ihn Reigam ruhig überlassen konnte, und kehrte zu Lady Ulrike und dem Walddämon zurück, die das blaue Kleid und die ursprüngliche schwarze Kleidung auseinandersortierten (wobei der walddämon eine Handvoll Smaragde entdeckte und unauffällig verschwinden ließ). Plötzlich stutzte die Lady und zog ein kleines gebundenes Buch aus einer schwarzen Tasche.
"Was ist denn das?" Sie las den Titel. "Handbuch für den erfolgreichen Meuchel... mör..." Sie schluckte und war plötzlich ganz blaß. "Sir Yerho!!"
Yerho schaute über ihre Schulter, als sie das Buch öffnete.
"1. Kapitel
Wie man in eine gut bewachte Drachenburg hineinkommt, jemanden meuchelt und unerkannt wieder verschwindet.
1. Reingehen.
2. Meucheln.
3. Verschwinden."
"Äh", sagte Yerho. "Wie gut, daß er dieses Handbuch hatte, sonst hätte er es wohl nie gelernt..."
"Aber darum geht es doch gar nicht!" sagte Lady Ulrike, die noch immer weiß um die Nase war, während der Walddämon hoffnungsvoll durch die schwarze Kleidung kroch. "Der wollte jemanden UMBRINGEN! Einen von uns! Vielleicht den DRACHENMEISTER.... oder Sir Jerron.... oder Arathas... vielleicht sogar RASPEL!!!"
"Raspel??" Jetzt wurde auch Yerho blaß.
Jerron
Jerron versuchte zu atmen.
Aber irgendwie ging das nicht. Seine Lungen füllten sich mit Wasser und er begann wild mit Armen und Beinen um sich zu schlagen. Sein ganzes armseliges und vertanes Leben zog in Sekundenschnelle an ihm vorbei. "Hätte ich doch nur auf meine Mutter gehört und schwimmen gelernt", war sein letzter Gedanke, bevor sich seine klammen Finger um ein Abflußrohr schlossen. Wohlige Wärme breitete sich zwischen seinen Beinen aus. "Na ja, ich wollte ja genau deswegen zur Latrine", sagte sich Jerron, bevor er laut hustend und nach Luft schnappend endlich seinen Kopf über die Wasseroberfläche brachte.
Aha! Da, aus diesem Rohr ergoß sich ein stetiger Wasserschwall! "Wer ist hier eigentlich für Klempnerarbeiten zuständig?" fragte sich Jerron. "Wir haben hier haufenweise Leute für sinnlose Aufgaben, einen Henker, einen Barden, einen Reittroll, aber keiner ist für Abwasserrohre zuständig! Was haben wir denn noch? Die Hofmalerinnen, den Schlüsselwächter, den... moment mal, der Schlüsselwächter hat dafür zu sorgen, daß alle Abwasserrohre verschlossen sein müssen!" Glücklich, einen Sündenbock gefunden zu haben ging er mit quietschenden Stiefeln, seine mittlerweile alles andere als weiße Kutte auswringend wieder gen Burghof.
Als er gerade um eine Ecke bog, rutschte er in einer Pfütze auf und knallte unsanft auf den Boden. Eine Welle grellen Lichts breitete sich hinter seinen Augen aus und eine Vision überkam ihn:
Lady Ulrike und Yerho standen auf dem Burghof, nicht ahnend, daß einige Stockwerke über ihnen Dreibuchstabens Feiertagsrüstung (mit agressiv aufgeklappter stählerner Krawatte) in aus einem Fenster geschoben wurde und jeden Moment auf sie drauffallen konnte.
Jerron zwang sich aufzuwachen und stürzte sofort eiligst in den Burghof hinaus, und er blieb nur kurz stehen, als ihm einfiel, daß er seine Vision nicht zu ende gesehen hatte und somit nicht sehen konnte, ob er noch rechtzeitig im Burghof ankommen werden würde...
Dreibuchstaben
Es war ein perfekter Plan: Niemand kann dafür verurteilt werden, nur weil sich eine zum Lüften rausgehängte Kleidung selbständig machte...
Cusach
Der scheppernde Aufprall der Rüstung vermischte sich mit dem vokallastigen Warnschrei Jerrons, der fassungslos die Szene betrachtete.
Yerhos seltsam abwesender Blick gab einem Meister der Kombinatorik, wie der Seher einer war, beredt Zeugnis darüber ab, wo die Rüstung aufgeschlagen war.
Den weniger Gesegneten hätte sicher alle Notwendige dem rätselnden Blick von Lady Ulrike entnehmen können, der langsam zwischen Yerhos Kopf und dem verbeulten Haufen Altmetall umher wanderte, der auf den Boden seine letzte Ruhestätte gefunden hatte.
"Das wird Dreibuchstaben nicht gefallen", leierte Yerho, drehte die Augen nach hinten und fiel mit einiger Verspätung neben der Rüstung zu Boden. Die Nervenbahnen seiner Reptilienform hatten eine Weile gebraucht, um die passende Reaktion für den Aufschlag einer Rüstung hervorzukramen.
Jerron verhielt seinen Schritt vor Lady Ulrike und deutete eine Verbeugung an. "Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert", meinte er optimistisch.
Das ferne Gebrüll von Dreibuchstaben belehrte ihn eines Besseren.
Asininer Assassine
Über den Burghof hallte ein dämonisches Lachen.
Dann legte der Asinine Assassine das Megaphon zur Seite, blickte sich in der Turmkammer um, stahl noch schnell den einen oder anderen Wertgegenstand und schaute dann zu dem Atonalen Attentäter hin, der sich selbstverliebt in DtKs mannshoher Streitaxt spiegelte. "Komm schon! Weg hier!"
Widerstrebend trennte sich der Atonale Attentäter von seinem Spiegelbild. Sie huschten wieselflink aus der Kammer und eilten die Treppe hinunter.
Silvana
Sie kamen gerade bis zur ersten Biegung, als sie mit einem Fremdling zusammenstießen. Dunkles Haar ragte unter der Kapuze hervor, die tief ins Gesicht gezogen war.
"Wer ist der denn?" flüsterte der Atonale Attentäter erschrocken.
Der Asinine Assassine zuckte mit den Schultern und drängte sich ungeduldig an dem Unbekannten vorbei. Eine kräftige Hand krallte sich in seinem Oberarm und hielt ihn fest.
"Einen Moment. Ich komme von weit her und bin auf der Suche nach einem Magier. Aber wie ich sehe, herrscht auf dieser Burg reinstes Chaos."
"He, lass ihn sofort los!" Das Donnern einer schweren Rüstung im Ohr, die sich von oben hinter ihnen herwälzte, stieß der Atonale Attentäter den Fremden gegen die Wand.
Ein stahlblauer Blick traf ihn, als die Kapuze zur Seite rutschte.
Ehe er es sich versah, lag die ellenlange Klinge eines Speeres an seinem Hals. "Hast du ein Problem?"
Im Dunkel des Treppenhauses war das Blau des Haares kaum zu erkennen. Der Asinine Assassine wusste trotzdem sofort, wen er vor sich hatte. "Du liebe Güte, eine Wallonenkriegerin! Wenn die auf Dreibuchstaben trifft, fliegen hier die Fetzen. Los, weg!"
Rücksichtslos riss er den Atonalen Attentäter mit sich fort.
Im selben Augenblick stampfte eine blecherne Dampfwalze um die Biegung.
Jerron
Als die beiden Strolche aus der Tür wieder in den Burghof traten, bot sich ihnen ein äußerst bizarres Bild:
Ein klatschnasser Seher starrte auf Yerhos Körper, der zwar regungslos auf den Pflastersteinen lag, sich aber offenbar nicht so ganz über seine gegenwärtige Erscheinungsform einigen konnte. Im Moment erschien er als gelb-rosa punktiertes ...äh... DING mit mehreren Tentakeln und einer riesigen Nase auf dem Bauch.
Der Asinine Assasine konnte sich nur mühsam von diesem spektakulären Anblick losreißen, als ihn Lady Ulrike erblickte. "Da ist er ja, der Kleiderräuber!!!" brüllte sie und schwang ihren Besen.
Der Asinine Assassine und der Atonale Attentäter sahen sich kurz entsetzt an und stoben dann in entgegengesetzte Richtungen davon.
Aus dem Treppenhaus ertönte ein markerschütterndes Scheppern.
Silvana
Ein riesiger Blechhaufen polterte verkehrt herum die Treppe hinab.
Irritiert hob Jerron den Kopf und wunderte sich über die seltsame Art und Weise, wie Dreibuchstaben neuerdings die Stiegen bewältigte. Mit dem Kopf voran? Das war neu.
Etwas Dunkles sprang geschmeidig über DtK hinweg und landete in Jerrons Nähe. Der Kapuzenmantel flog zur Seite, und eine schlanke, in metallbesetztes Leder gekleidete Kriegerin kam zum Vorschein.
Bedrohlich blitzte der Stahl der Speerspitze, als die Klinge an Dreibuchstabens Hals fuhr."Zuviel Blech ist schädlich für die Standfestigkeit!"
Wütende Augen fraßen sich in ihr Gesicht. "Die wirst DU gleich brauchen!" So elegant wie möglich wälzte sich der Ritter in die Höhe.
"Ich habe keine Zeit für derlei Spielchen. Man nennt mich Silvana, und ich suche einen Magier."
Ohne weiter auf Dreibuchstaben zu achten, wandte sie sich an Jerron. "Ihr seid nicht zufällig einer?" Abfällig betrachtete sie den klatschnassen Mann, der wie angewurzelt vor ihr stand.
Eine schwere Hand schlug ihr auf die Schulter. "Dreh dich gefälligst um, wenn ich mit dir abrechnen will!"
Die Bewegung, die dem folgte, war für Jerron kaum wahrnehmbar. Ein Sprung in die Höhe, ein Strecken des Bein, und Dtk flog durch die Wucht des Aufpralls nach hinten.
"Ich wusste gar nicht, dass Dreibuchstaben heute so schwach auf den Beinen ist." Nachdenklich fuhr sich Jerron übers Kinn. "Wozu braucht die Kriegerin wohl einen Magier?" Ohne mit der Wimper zu zucken, hob er eine Augenbraue. "Ihr solltet auf die Streitaxt hinter Euch achten, Silvana."
Ulrike
In diesem Moment stürzte Lady Ulrike mit ihrem Besen an Jerron vorbei und stellte sich DtK mutig entgegen.
"Halt, stop! Du wirst der Wallonin nicht deine Axt in den Rücken schlagen!"
DtK starrte Lady Ulrike durch seine Sehschlitze völlig perplex an. Ja war sie denn verrückt geworden? Wieso war sie überhaupt hier? Hatte sie denn die Rüstung nicht getroffen? Wen hatte die Rüstung denn dann getroffen?
Dreibuchstaben wußte nicht, ob er nun über diese verrückte Situation lachen oder ihr gleich seine Axt in den Schädel rammen sollte.
"Silvana ist eine gute Freundin von mir! Und wenn sich hier jemand mit ihr anlegen will, dann bekommt er es auch mit mir und Narci zu tun!" Dabei zeigte Lady Ulrike auf den kleinen Walddämon, der bösartig grinsend auf ihrer Schulter saß.
Silvana blickte wohlwollend auf Lady Ulrike. Sie wußte, daß sie ihrer Hilfe nicht bedurfte, aber es zeigte doch von ihrem Mut, wenn sie sich nur mit einem Besen bewaffnet, einem vollbewaffneten Ritter entgegenstellte.
Was keiner wußte war, daß Lady Ulrike vor Angst die Knie schlotterten und nur der fiese kleine Dämon, den sie schon so sehr ins Herz geschlossen hatte, ihr diesen Mut verlieh.
Jerron
Lautes hämisches Lachen schepperte aus Dreibuchstabens Helm hervor und seine Panzerhandschuhe verformten sich quietschend, als er seine Fäuste ballte.
Er nahm behutsam den Besen zwischen Wurst-Daumen und Wurst-Zeigefinger und zerbrach ihn, schubste dann fast zärtlich Lady Ulrike zur Seite und schwang mit seinem ganzen Körpergewicht einen linken Haken genau unter das Kinn der wallonischen Kriegerin, die die ganze Szene bisher reglos beobachtet hatte. Doch sein Panzerhandschuh stieß auf Luft anstatt harter ehrlicher Kriegerinnenknochen und landete einige Millisekunden später auf Jerrons Solarplexus.
Der Seher flog in hohem Bogen quer über den Burghof und landete direkt in einem Stapel flauschig weicher Kissen, den Jerron dort gestern nachmittag einer seltsamen Ahnung folgend drapiert hatte.
Cusach
Inzwischen hatte Yerho das Bewußtsein wiedererlangt; und während in seinem Kopf die fleißigen Hämmer einer Großschmiede daran arbeiteten, DtKs Rüstung wieder auszubeulen, verfolgte er das merkwürdige Geschehen. Sobald er einigermaßen sicher sein konnte, wie sich die Hintergründe der Situation darstellten, entschloß er sich, seinem ungeheuren Ordnungsdrang nachzugeben und für Ruhe zu sorgen.
Silvana hatte sich gerade erneut DtK zugewandt, als eine vierfingrige, klauenbewehte Hand sie am Arm packte und sie dann in einen behutsamen, aber bestimmten Würgegriff zog.
"Bitte Mylady", meinte ein sanfte Stimme, "Ihr benehmt Euch nicht eben wie eine Dame. Und, falls euch das egal sein sollte, könntet ihr euch zumindest ritterlich oder wie ein guter Gast benehmen."
Ein Ellbogen landete unter seinem Brustbein und er grinste, als er die Bemühungen der Wallonin bemerkte, ihn auf die gleiche Weise wie Jerron auszuschalten. "Falsche Anatomie", meinte er und zeigte ein zähnefletschends, aber dennoch aufrichtig amüsiertes Grinsen. "Ihr solltet..."
Er brach ab und blickte über die Schulter der Kriegerin nach vorn, um einen - wie üblich - brüllenden Dtk heranstürmen zu sehen. Er spielte ernsthaft mit dem Gedanken, Silvana loszulassen, und sich dem wahrscheinlichsten Verursacher seiner Kopfschmerzen zu widmen... Doch es kam ganz anders.
Asininer Assassine
Jerron bemühte sich, so schnell wie möglich ins Bewußtsein zurückzukehren, denn da war noch irgend etwas gewesen, das er vorausgesehen hatte. Was war es nur? Da sein Gehirn darauf bestand, Ringelreihen zu spielen und farbenprächtige Sterne hervorzubringen, fiel es ihm nicht gleich ein, er wußte nur, daß er verdammt schnell aus diesem Kissenstapel verschwinden mußte, ehe....
Und dann fiel es ihm wieder ein. Er hatte vorausgesehern, daß es ihm nicht rechtzeitig gelingen würde, wieder zu sich zu kommen, ehe ein gigantischer Wasserfall aus einem der Burgfenster hinausschoß und ihn und DtK, Lady Ulrike, Yerho, die beiden Assassinen, mehrere unglückliche Bewerber und alle anderen quer durch den Burghof bis in den Gemüsegarten schwemmte.
PLATSCH.
Lady Sylvia und Lady KeyKeeper, die gerade gemütlich beim Teekränzchen saßen und von dem Tumult bisher nichts bemerkt hatten, blickten verblüfft auf, als vor dem Fenster ein gewaltiges Rauschen und Platschen zu hören war. Sie sprangen auf und schauten hinaus auf einen wirren, schlammigen Haufen von Drachenrittern, Echsen und Wintergemüse.
"Moment mal", sagte Lady Sylvia. "DAS habe ich doch im letzten Herbst hier nicht ausgesät?"
KeyKeeper
Erfreut über die Ablenkung drehte sich die Schlüsselwächterin schnell um, um Sylvia egoistischerweise das letzte Sahnetörtchen wegzufuttern. Das Wasser lief ihr im Mund zusammen bei dem Gedanken an die von Sylvia mit Liebe gebackenen Köstlichkeiten...
Silvana
Irritiert ob dieser Frevelhaftigkeit, eine Wallonin mit Wasser zu begießen, hob Silvana den Kopf. Sie lag quer über Dtk's stattliche Brust gebreitet neben dem seltsam gefärbten Wesen, das sie unfair von hinten angegriffen hatte. "Ich hatte recht, hier herrscht Chaos!"
"Runter von mir!" Unsanft stieß Dreibuchstaben sie von sich und setzte sich auf. Aus jeder Ritze seiner Rüstung floss Wasser und weichte die weiche Erde unter dem schweren Koloss zusätzlich auf.
Ein kehliges Lachen drang aus Silvanas Kehle. "Ihr seid genau der Richtige, um unsere Nachkommenschaft zu sichern, Krieger. Ungestüm, aber von Wert. Ich sollte Euch verschnüren und zu meinem Volk schicken."
"Was soll das werden?!" Dtk's Brüllen dröhnte in den Ohren jener, die sich abmühten, möglichst elegant aus dem matschigen Gemüsegarten zu kommen.
"Moment", warf sich Yerho dazwischen. "Niemand wird hier verschickt oder zu sonst was missbraucht! Bei uns weiß man sich zu benehmen, Mylady! Falls Ihr überhaupt eine seid."
Der derbe Stoß einer wallonischen Hand ließ ihn nach hinten kippen. "Wo ist der Magier, nach dem ich suche?"
"Will sich jetzt endlich jemand um mein KLEID kümmern?", kreischte Lady Ulrike und deutete auf den Asininen Assassinen. Ehe dieser es sich versah, hatte ihn Silvana am Arm gepackt. Ein eisiger Blick musterte ihn. "Was geht hier vor? Habt Ihr Lady Ulrike beleidigt?"
Asininer Assassine
Der Asinine Assassine, der nur noch mit einer Unterhose, einem gefährlich aussehenden Messer und seiner Maske bekleidet war, grinste Silvina an. "Nicht nur das", sagte er mit bewunderungswürdiger Gelassenheit, "ich habe ihr Kleid gestohlen und sie mit Wasser begossen und die ganze Burg unter Wasser gesetzt. Und jetzt möchte ich gehen. Atonaler Attentäter, bitte demonstriere doch diesen Herrschaften kurz unseren Alternativplan."
Der Atonale Attentäter, der sich gerade mühsam unter Yerho hervorrobbte, ächzte ein bißchen und nickte schicksalsergeben. Dann öffnete er den Mund und gab einen Ton von sich, der vermutlich den Kammerton A darstellen sollte und sich (für spätere Analysen) aus den folgenden Geräuschen zusammensetzte:
- dem Brunftschrei eines wilden Ebers
- dem Gesang eines Buckelwales
- dem Sirenengeheul vom Dach einer Schule
- dem Schrei einer Banshee
- Alanis Morissette UND Whitney Houston
- Yerhos Schmerzensschrei, als DtK ihm versehentlich irgend einen spitzen Teil seiner Rüstung in den Echsenschwanz haute.
Alles in allem war es ein entsetzlicher Ton. Lady Sylvias Teegeschirr zerbrach. Alle Fensterscheiben dieser Seite der Burg ebenfalls. Einer von Sylvias Drachen stieß ein schmerzliches Heulen aus. Alle Pflanzen verwelkten, und alle Anwesenden schlugen sich die Hände auf die Ohren (oder was immer bei ihnen als Ohren galt) und kniffen die Augen zu.
Als sie wieder aufschauten, sahen sie gerade noch, wie die beiden Schurken über die niedrige Gartenmauer kletterten und verschwanden. Und sie sahen KeyKeeper, die von einem besonders tödlichen Ton getroffen niedersank. Und ihr Schlüsselbund war verschwunden.
KeyKeeper
*röchel*
Cusach
Yerho, seines Zeichens kultivierter Chronist zu Draghaven, wurde anerkanntermaßen nie laut, selbst wenn dieser Charakterzug gelegentlich sinnvoll gewesen wäre. Glücklicherweise war Cusach, der Dunkle Gott, der sich des Körpers des Chronisten bediente, um andere Welten zu bereisen und ihm dafür die Fähigkeit des Gestaltwandels verlieh, von solchen zivilisatorischen Mängeln unbeeinträchtigt.
"RUHE JETZT!!!", brüllte er und ließ auf magischen Wege die Lautstärke in einer Weise anschwellen, daß jeder Bühnentechniker einer beliebigen Heavy-Metall-Formation neidisch geworden wäre. Der interessante Echo-Effekt mit ambivalentem Flanger war dabei nur der Zuckerguß, um einen letzten Rest an künstlerischem Anspruch zu wahren. Außerdem war es geeignet, das Gequieke des Attentäters zu übertönen.
Zumindest für den Augenblick hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Anwesenden. "Hier wird niemand beleidigt und sich nur unter prinzipieller Zustimmung sämtlicher Beteiligten sowie unter Ausschluß der Öffentlichkeit reproduziert", stellte er klar. "Außerdem wird niemand angegriffen."
Sein Blick fahndete nach einem Objekt, auf das er die Aggressionen aller Beteiligten lenken konnte und fiel auf den noch immer unbehelligten Assassinen.
"Mit Ausnahme von dem da!"
Silvana
Nur leider war der Assassine schon weg.
Cusach
((Weil ich zu langsam getippt habe. ))
Asininer Assassine
((Har har har har HAR!!!!!))
Silvana
Entgeistert starrten sich alle Beteiligten an. Was war geschehen? Wieso brüllte der sonst so ruhige Yerho in der Gegend herum. Sein Echsenschwanz wühlte den Schlamm auf.
Mit gerecktem Kinn erhob sich die Wallonenkriegerin und trat auf die Steinplatten des Burghofs hinaus. Angewidert schüttelte sie den Schmutz ab, so gut es eben ging. Hinter ihr krabbelte einer nach dem anderen aus dem Gemüsegärtchen - oder dem, was davon nicht im Matsch verschwunden war.
Schwerfällig wälzte sich DtK in die Höhe. Schwer klebte die feuchte Erde an der Rüstung.
Silvana stampfte einige Male den Schaft des Speeres auf den Boden. Behutsam fuhr sie mit den Fingern über die scharfe Klinge und befreite sie von zermantschten Kräutern und Blumen.
Hell funkelten die Saphire an ihrem Halsband. Im Licht der Sonne sah es beinahe so aus, als bewege sich etwas in ihnen, eine Art Wolke, die um einen unsichtbaren Mittelpunkt kreiste.
Fasziniert starrte Yerho die Kriegerin an. Alles an ihr wirkte seltsam blau und kalt. Nicht ihre Haut, aber ihr ganzes Gehabe strahlte Kühle aus. So, als ob sie nicht menschlich wäre. Er wollte sie fragen, was es mit den Steinen auf sich hatte, denn er spürte die Kraft, die von ihnen ausging und die Wallonin einhüllte. Doch im selben Augenblick wandte sich Silvana in einer blitzschnellen Bewegung um und war mit einem Satz neben Jerron.
"Also, seid Ihr ein Magier?"
"Was hat die dauernd mit dem Magier?", grölte Dtk dazwischen.
"Mein Schlüsselbund", kreischte ein Stimme von einem der Fenster zu ihnen herab. KeyKeeper war kaum wiederzuerkennen, so blass und zerknittert sah sie aus.
"Was geht uns dein dämlicher Schlüsselbund an?", brüllte Dreibuchstaben zurück, schwang seine Streitaxt und schritt so beschwingt es mit der verdreckten Rüstung eben ging über den Burghof zurück zu der Treppe, von der er gekommen war. "Lauter Verrückte in dieser Burg. Äähh!"
Keiner achtete darauf, wie KeyKeeper ermattet in sich zusammensank. Zu sehr waren alle mit sich selbst beschäftigt.
"Ich brauche ein Bad! Wie ich nur aussehe", jammerte Lady Ulrike und zupfte an sich herum.
"Magier?" Verdattert sah Jerron in ein erwartungsvoll angespanntes Gesicht. Wieso sah er nicht, was Silvana hier wollte? Seine Gedanken waren seltsam leer. Sein Blick blieb an den Steinen an ihrem Hals hängen. Die Kriegerin überragte ihn um einen vollen Kopf, sodass sich das schwarze Lederband in Augenhöhe befand. Etwas blockierte ihn. Irritiert zuckte Jerron zurück. "Was macht Ihr mit mir? Verschwindet!"
Yerho legte den Kopf schief und beobachtete die seltsame Szene. Was ging hier vor?
Um die beiden Attentäter kümmerte sich niemand mehr, ebenso wenig wie um die Tatsache, dass einer der beiden ein Buch für Meuchelmörder bei sich getragen hatte.
Asininer Assassine
"Puh", murmelte der Asinine Assassine und lehnte sich in einer Seitengasse an die schwarze Wand der Pechzinne der instabilen Gravitation. "Ich verlange eine Gehaltserhöhung. Wildgewordene Echsen und Amazonen, mir reichts. Aber immer hin haben wir das hier!" Er schwenkte Keykeepers Schlüsselbund. "Damit kommen wir nicht nur hier in der Burg überall rein, sondern auch durch die Weltentore! Wir können überall Tod und Verderben bringen!"
"Geil", sagte der Atonale Attentäter begeistert.
"Und nächstes Mal stehle ich eine von den Kutten, nicht so ein blödes blaues Kleid."
"Stand dir aber gut", sagte der Atonale Attentäter.
"Und ich töte sie alle!!"
"Na klar", sagte der Atonale Attentäter. "Wobei mir einfällt: wen wollten wir denn hier nochmal töten? Außer dem Schlüsselwächter, natürlich."
"Wen? Das ist doch klar: ALLE!!! Es wird Zeit, daß wir unsere Super-Geheimwaffe einsetzen!"
"Hä? Aber ich hab doch schon DEN TON gesungen..."
Der Asinine Assassine grinste tückisch. "Laß dich überraschen." Er drehte sich um und musterte die Pechzinne. "Der Turm hier sieht so eklig aus, daß ich glaube, ich werde ihn als erstes in die Luft sprengen. Komm." Er stieß sich von der Wand ab und marschierte auf das Eingangstor zu, wobei er die Tatsache ignorierte, daß er praktisch nackt war.
Der Atonale Attentäter runzelte die Stirn. "WOMIT willst du ihn denn in die Luft sprengen? Wo ist denn die Super-Geheimwaffe? Die hast du doch gar nicht?"
Der Asinine Assassine drehte sich zu ihm um und grinste wieder. "Ich nicht, nein. Aber du!" Und mit einem fröhlichen Liedchen auf den Lippen drehte er sich um und wanderte zum Tor.
Silvana
Silvana stand aufrecht und unbeweglich da und starrte die Mauer des Burghofs an, hinter der die beiden Attentäter verschwunden waren. Verärgert über ihr beschädigtes Kleid hopste Lady Ulrike neben ihr auf und ab.
"Diese miesen Typen, das war mein Allerschönstes! Sieh nur, wie ich aussehe!"
"Sie haben die Geheimwaffe. Ich kann es spüren." Die Wallonin bewegte sich nicht. Im Licht der Sonne funkelte die ellenlange Klinge ihres Speeres.
"Geheimwaffe? Wovon sprichst du? Warst du wieder beim Orakel?" Lady Ulrike sah die Freundin überrascht an. Es war nicht das erste Mal, dass die Kriegerin Übles voraussagte. Sie sprach oft mit dem Orakel der Wallonen, das den Drachen geweiht war. Lady Ulrike wusste davon. Silvana war als Tochter der Wallonenkönigin ein ideales Medium für die Ahnungen der Drachen. Deshalb war sie eine der wenigen, die ihre Heiligen Steine tragen und die Kraft der Drachen nutzen durfte.
"Deshalb bin ich hier. Ich brauche den Magier. Nur er kann die Geheimwaffe bannen. Es ist nicht im Sinne der Drachen einzugreifen, aber wenn jemand die Drachenritter angreifen und vernichten will, sind sie gewillt zu warnen." Kühle blaue Augen wandten sich nach Lady Ulrike um. "Wo also ist der Magier, nach dem ich suche. Es ist nicht mehr viel Zeit!"
"Ich nehme an, Ihr meint ManOfShei", mischte sich nun Yerho ein, der das Gespräch belauscht hatte. "Ich kann kaum glauben, was Ihr das sagt. Aber die Steine an Eurem Hals, Mylady, sie sprechen die Wahrheit, das kann ich spüren. Wenn die Drachenritter in Gefahr sind, muss etwas unternommen werden."
Nun mischte sich auch Jerron ein. "Blödsinn. Wenn dem so wäre, müsste ich es sehen!" Unwillig fuchelte er mit den Armen durch die Luft und funkelte Silvana boshaft an. "Hexe!"
"Euer Auge ist getrübt, Seher", beantwortete Silvana den Vorwurf mit eisiger Stimme. "Der Attentäter hat Eure Sinne benebelt, Ihr wisst es nur noch nicht. Sein Ansinnen ist stärker als Ihr bisher angenommen habt."
"Hört endlich auf zu streiten! Wenn Silvana recht hat, müssen wir handeln!", warf sich Yerho wieder einmal dazwischen. "Das gibt's doch nicht. Seit die Kriegerin da ist, fliegen hier nur noch die Fetzen. Da ist mir ja der 101. Ritter noch lieber."
Unsanft packte er die Wallonin am Arm und schleifte sie hinter sich her.
Asininer Assassine
"Geheimwaffe?" murmelte der Atonale Attentäter und klopfte seine Taschen ab. "Ich? Wo denn? Ist ja gar nicht wahr..." Er holte einen alten Kaugummi aus der Tasche und musterte ihn mißtrauisch. "Also gut, Cinnamon-Garlic-Fresh ist nicht jedermanns Sache, aber deswegen gleich ausfallend zu werden..."
"Halt schon die Klappe", herrschte der Asinine Assassine ihn an. "Wo ist diese verdammte Tür? Ah da." Er marschierte zur Tür und riß sie auf, dann marschierte er schwungvoll hinein und blieb verdutzt stehen, als er statt der erwarteten hohen, steilen Wendeltreppe einen langen, geraden Flur voller Türen vor sich sah. "..... Moment mal."
"Was denn?" Der Atonale Attentäter rempelte ihn von hinten an. "Geh schon! Ich hab das verrückte Mannweib gesehen, die kommt hierher!"
"Na toll", sagte der Asinine Assassine gereizt. "Nicht genug damit, daß wir hier bis auf Seite 2 abgerutscht sind, weil keiner mehr was schreibt, jetzt ist auch dieses Weib die einzige, die uns verfolgt. Da verliert man ja jeden Spaß an Massenmorden."
"Egal, nur weg hier!" Der Atonale Attentäter rannte schon durch den Gang. Nur merkwürdigerweise nicht am Boden entlang, sondern kopfüber an der Decke.
Jerron
Jerron starrte die Wand an.
Langsam kam er wieder zu sich. Er schüttelte sich ein Pfund Erbsenkompott aus dem Ohr und versuchte sich zu erinnern.
Irgendwie hatte er das Gefühl, als sei ziemlich viel Zeit verstrichen. Er fand sich alleine mit einer schlapp herumliegenden Kutte voll mit der Schlüsselwächterin auf dem duchnäßten Burghof wieder, aus den Augenwinkeln konnte er noch sehen, wie eine blaue Echse die lautstark protestierende Kriegerin hinter sich her in Richtung der Magierakademie schleifte.
In der entgegengesetzten Richtung sah er einen halbnackten Attentäter vorsichtig in die Pechzinne der instabilen Gravitation eintreten.
"Hihi", lachte er sich ins Fäustchen "und so hat sich dieses Problem bald von alleine erledigt, wenn die beiden Sir Arathas bei seinem nächtlichen Zwischenimbiß stören, werden sie nicht mehr viel zu lachen haben, hihihi..."
Er hob die Schlüsselwächterin auf, warf sie sich über die Schulter und stapfte auf die Pechzinne zu. "Und deinen Schlüsselbund holen wir uns auch noch zurück, meine Teuerste", murmelte er beruhigend. Doch in sein Gefühl der Euphorie mischten sich leise Zweifel. Er hatte doch vorhin in seiner Vision etwas wichtiges gesehen, wenn er sich nur daran erinnern könnte, was...
KeyKeeper
"Ärch", machte die Schlüsselwächterin, reiherte aus vollstem Halse, so dass sich eine Kotzespur hinter dem Seher herzog und stöhnte dann nur "Schlüsselbund! ... Bloss... Nicht... Aufschliessen!"
Asininer Assassine
Die beiden Schurken schlichen den langen Gang entlang und hielten dabei immer wieder an, um zu lauschen. Es konnte doch nicht sein, daß überhaupt niemand ihnen folgte? Hatten sie endlich einmal Glück?
Sie rüttelten an ein paar Türen, doch die waren alle verschlossen.
"Pst!" sagte der Atonale Attentäter plötzlich, und beide erstarrten.
"Was denn?" wisperte der Asinine Assassine nervös.
"Ich mein, ich hätte da etwas gehört..."
Sie lauschten. Da war es wieder. Ein Platschen hinter einer der Türen, und dazu eine Stimme, die lauthals sang... glücklicherweise wurde der infernalische Lärm durch die Türen gedämpft. "Heute dieses Baaaaahaaaahaaaad, und morgen dann die Wääääähääääähääääält..."
Die Schurken starrten einander an. "Da gehen wir NICHT rein", murmelte der Asinine Assassine schreckensbleich. "Wer weiß, was das für ein Monster ist. Komm schon."
Sie schlichen weiter und blieben endlich vor einer der hintersten Türen stehen. "Hier", sagte der Asinine Assassine. "Jetzt müßten wir eigentlich hoch genug... äh... weit genug... was auch immer... sein. Mach auf!"
"Ich?"
"Ja sicher!"
"Aber du hast doch den Schlüsselbund!"
"Wie?" Der Asinine Assassine blinzelte und schaute auf seine Hand, in der tatsächlich dieser Schlüsselbund lag. Er lachte etwas gezwungen. "Ich wollte nur sehen, ob du aufpaßt... äh... ich mach ja schon." Er probierte mehrere Schlüssel aus. Einer paßte, ein großes klobiges Ungetüm. Der Assassine schob ihn ins Schloß.
Unten im Hof hatte Jerron ganz plötzlich eine schreckliche Vision. Er fuhr zusammen und schrie so laut, daß selbst die Schlüsselwächterin mit dem Reihern aufhörte: "NICHT AUFSCHLIESSEN!!!!"
Aber es war schon zu spät. Der Asinine Assassine öffnete die Tür.
Eine Sekunde später hatte sich die gesamte in dieser Kammer eingesperrte abnormale Gravitation über dem gesamten Burggelände verteilt, und die beiden Schurken hingen gleichzeitig an der Decke, dem Fußboden und den Seitenwänden der Pechzinne und schrien um Hilfe. Nur konnte die ihnen gerade keiner bringen, da auch sämtliche Ritter ganz plötzlich gegen die wildgewordene Schwerkraft kämpften...
Jerron
Die Schlüsselwächterin glitt Jerron von der Schulter. Verzweifelt klammerte er sich an ihr fest, als die wildgewordene Gravitation die beiden nach vorne, nein hinten ..äh... unten... ach egal, irgendwohin schleuderte.
Fürsorglich barg er ihren Kopf in seinen Armen und schützte ihn vor entgegenkommenden Hausvorsprüngen. Die Augen der Schlüsselhüterin glommen flackernd in einem kränklichen Hellgrün.
"Oha, Ihr seht aber gar nicht gut aus, meine Liebe", stammelte er noch, bevor ihn ein Gefühl überkam, das man in einer anderen Zeit und einer anderen Welt vielleicht Raumfahrerkrankheit nennen würde.
Jetzt mußte er auch kotzen.
KeyKeeper
"Man sollte schon wissen... welche Türen man... öffnet und welche... nicht", röchelte die Schlüsselwächterin, "Ich weiss schon... warum ich den Schlüsselbund normal... erweise nicht aus der... Hand gebe."
Labiler Leichenfledderer
vor den Toren der Burg:
"Und du bist wirklich sicher, daß wir uns heute hier melden sollten?"
Eine gebeugte, korpulente Gestalt ächzt genervt, wedelt mit einem Pergament vor der Nase des Fragers herum. Die schlaksige Gestalt fischt nach dem wedelnden Blatt und versucht es zu entziffern. "Ja, Ort und Zeit stimmen anscheinend, war ja klar, daß die beiden Trottel Verstärkung benötigen würden. Einen so wichtigen Auftrag übergibt man doch bitte nicht diesen beiden!!!" Ehrliche Entrüstung gepaart mit einer Prise Neid schwingt in seiner Stimme mit.
"Na, hoffentlich gibt es da drinnen auch schön viele Leichen zu fleddern, oder was meinst du, Maulfauler Meuchelmörder?" Der Angesprochene verdreht seufzend die Augen und läßt ein schweres Bündel von seiner Schulter.
"Ich frage mich nur, warum hier steht, daß wir uns Bleiplatten in die Stiefel stecken und weiterhin Saugnäpfe an díe Sohlen schrauben sollen..." Der Labile Leichenfledderer mustert die merkwürdigen Ausrüstungsgegenstände noch lange Zeit, bis er bemerkt, daß sein maulfauler Kollege bereits fast in der Burg ist - allerdings fällt ihm auch auf, daß dieser zuvor mühelos die Wand senkrecht hinaufgeschlendert war...
Silvana
Nicht weit entfernt klebte Silvana an der Decke eines Treppenaufgangs Bauch an Bauch an Yerho, der sich redlich bemühte, ihr nicht in die Augen zu sehen.
"Mylady", schnaufte er, "ich fürchte, wir sind uns näher als wir das wollen."
Mit verkniffenem Gesichtsausdruck sah sie ihn an. Rasch stieß sie sich mit der Rechten von der Wand ab, drehte sich im seltsam veränderten Gravidationsfeld um die eigene Achse und landete nun verkehrtherum neben der Echse wieder an der Decke.
Ihr Blick fiel ins Freie, wo sie gerade noch Jerron wahrnehmen konnte, der mit einer schwarzen Kutte im Arm dem Himmel entgegenschwebte.
Ein komisches Gefühl schlich sich in ihre Bauchgegend. Nicht nur, dass sie hilflos neben einem grüngeschuppten Wesen hing - sie hatte einen Traum gehabt, und fühlte sich deswegen äußerst beunruhigt.
Sie wusste nicht mehr, war es Vergangenheit, oder sah sie die Zukunft, sie wusste nur, dass sie sich darin keinesfalls beliebt gemacht hatte.
Sie war wie ein Drache im Kristallgebirge durch eine Burg getrampelt und hatte nicht gezögert, die Bewohner allesamt aufzumischen und gegen sich einzunehmen. Das hatte sie nun von ihren Rundumschlägen. Man konnte sie nicht leiden, und das war ihr eigener Verdienst.
Der Seher hatte ihr ganz deutlich gezeigt, was er von ihr hielt. Solange sie niemand durchschauen konnte, stellte sie eine Gefahr dar - vor allem für sich selbst.
Aber so war das nun einmal - die furchtbaren Dinge, die ihr einst angetan wurden, saßen tief. Das war auch der einzige Grund, warum sie eine Kriegerin geworden war. Niemals wieder wollte sie hilflos sein. Aber sie fühlte sich schlecht dabei.
So wie jetzt gerade.
"Sir Yerho, ich weiß zwar nicht, wie es Euch geht, aber ich hätte das Bedürfnis mich aus dieser misslichen Lage zu befreien. Wie kann man diesen Zustand beenden?"
Sie stemmte sich mit aller Kraft hoch und stand kopfüber - von oben noch unten also - neben der Echse, die wie ausgebreitet im Treppenaufgang schwebte. "Sagt mir, was ich tun kann, und ich tue es. Jetzt und sofort!"
Cusach
Yerho (nach wie vor keine Echse, nicht geschuppt und ganz sicher nicht grün *g*) war sich der Peinlichkeit der zuvorigen Situation nicht wirklich bewußt ... Was man von der neuen Forderung nicht sagen konnte. Beinahe wünschte er sich, ihm würde wenigstens ein bißchen schlecht werden, um seine Ratlosigkeit darauf abwälzen zu können, aber leider hatte Mutter Natur für seine Erscheinung kein Schwindelgefühl vorgesehen. Er hielt es für eine gute Idee, es vorerst Silvana gleichzutun und lediglich die Fußsohlen an die Decke zu heften. Sein prüfendes Scharren hinterließ kleine Kratzer in der Decke.
"Es scheint, daß wir uns frei bewegen können, auch wenn unsere Ausrichtung nicht stimmt", meinte er schließlich. "Ich schlage vor, wir suchen nach jemanden, der das hier beenden kann und ... Äh, ja, wir sollten dabei Räume mit hoher Decke meiden. Nur für den Fall, daß die Wirkung dieses Phänomens plötzlich nachläßt."
Teria
Teria war gerade dabei, Bewerberüberreste, die sie an der Hinrichtungsstätte geklaut hatte, an die Raben zu verfüttern, als sie plötzlich merkte, daß die Burg auf dem Kopf stand. Die Raben krächzten zuerst verblüfft, dann aber betrachteten sie das Ganze als herrlichen Spaß und begannen, sich gegenseitig Schmuck, Juwelen, Münzen und Kaugummipapier aus den Nestern zu klauen, die sich von den Mauervorsprüngen gelöst hatten und jetzt frei herumschwebten. Mit wilden Kapriolen, Loopings und Rückenflügen wirbelten sie um Teria herum, bis ihr endlich schlecht wurde. "Hört sofort auf damit!" schrie sie und hatte natürlich nicht den geringsten Erfolg.
Endlich gelang es ihr, einen der flatternden Federwische einzufangen. "Los - bring mich sofort nach da oben in den Burghof - äh - nach da rechts - unten - was auch immer!" Der Rabe flatterte wie wild, aber Teria hielt sich einfach an seinen Beinen fest. Die instabile Gravitation bewirkte zwar, daß ihr kotzübel war, aber sie bewirkte auch, daß der Rabe nicht die geringste Schwierigkeit hatte, Teria in die Luft zu ziehen (sie hoffte nur inständig, daß die Gravitation sich nicht plötzlich wieder beruhigte).
Unterwegs kamen sie an Jerron und KeyKeeper vorbei, die beide reichlich grün aussahen. "Haltet euch an mir fest!" rief Teria. "Es ist ganz ungefährl-" Leider suchte sich die Gravitation genau diesen Moment aus, um einen Purzelbaum zu schlagen, und Teria schlug sich beide Hände vor den Mund, um nicht zu kotzen.
Der Rabe krächzte glücklich und wirbelte davon. Dasselbe taten eine Sekunde später Teria, Jerron und KeyKeeper (nur klang ihr Krächzen weniger glücklich), bis sie unsanft gegen die Mauer der Magierakademie krachten und dort erstmal festklebten.
Ulrike
Lady Ulrike hatte bei dem beginnenden Schwindelanfall schnell den Zauberspruch "Heile Rausch" ausgesprochen, den die meisten Sinh im Schlaf beherrschten und freute sich, dass er auch sogleich Wirkung zeigte. Sie war zwar keine Magierin, beherrschte aber dennoch den einen oder anderen Spruch - schon aufgrund ihrer Herkunft. Dieser kleine Zauber war wirklich enorm nützlich - nicht nur, wenn man zu tief ins Metglas geschaut hatte.
Sie erblickte Silvana und Yerho und begann kopfüber an der Decke klebend auf die beiden zuzuschlendern, während sie beruhigend den kleinen Walddämon auf ihrer Schulter tätschelte, der eine eigentümliche Farbe angenommen hatte und merkwürdige Geräusche von sich gab.
"Also, wenn da jemand an einer Tür herumgespielt hat, die man besser nicht öffnet, dann sollten wir vielleicht mal nachsehen, wer dieser Idiot war. Kommt ihr zwei mit?" Lady Ulrike warf einen prüfenden Blick auf Silvana, deren Gesichtsfarbe sich mittlerweile der ihrer Haare anpasste und grinste dann Yerho an. "Euch scheint diese instabile Gravitation ja auch nicht wirklich etwas auszumachen. Vielleicht sollten wir uns mal wieder zusammentun, Yerho."
Asininer Assassine
Der Asinine Assassine stand kopfüber unter einem Treppenabsatz und weinte bitterlich. "Nichts klappt hier! Nie kann ich etwas richtig machen! Nie darf ich wen ermorden! Das ist gemein! Buuuuhhh!!!" Seine Tränen rannen nicht an seinem Gesicht herab, sondern tropften seitwärts weg.
Der Atonale Attentäter übergab sich währenddessen aus einem Fenster. Dabei stellte er fest, daß die gesamte Burg von diesem schrecklichen Zauber befallen war. Und nicht genug damit, daß dort draußen verschiedene Ritter mit grüner Gesichtsfarbe herumschwebten oder sich an Mauervorsprüngen entlanghangelten - der Atonale Attentäter sah außerdem etwas, was ihn viel mehr interessierte. Zwei finstere Gestalten spazierten die Burgmauer hinab und kletterten dann mühsam die Pflastersteine hoch.
Der Atonale Attentäter überlegte, ob er seinem Kumpan davon erzählen sollte, doch ein Blick zurück in den Raum, wo der Asinine Assassine eben weinend kopfüber an der Decke hockte, ließ ihn davon Abstand nehmen. Er überlegte.
"Sag mal", begann er.
"Mal", weinte der Assassine.
"Nein, ich meine - was hast du eigentlich vorhin mit der Geheimwaffe gemeint? Vielleicht könnten wir jetzt alles auf einmal machen - die Burg in Schutt und Asche legen, alle Ritter auf einmal ausschalten und gleichzeitig diese verflixte Schwerkraft reparieren."
Der Asinine Assassine hörte schlagartig auf zu weinen. "Das ist eine GENIALE Idee! Los, fang sofort an!"
"Okay, mach ich, aber was IST denn nun die Geheimwaffe?"
"Wie, was ist sie? Das ist doch ganz klar! Die schreckliche, entsetzliche Geheimwaffe ist -"
Silvana
Weiter kam er nicht, als plötzlich etwas schlangenähnliches mit Flügel vor ihm auftauchte. Das schmale Wesen, kaum größer als eine Katze, surrte vor ihm auf und ab und schien von der veränderten Gravidität völlig unbeeindruckt. Deshalb war es in seinem Sinne ja auch verkehrt herum.
Urded, die Drachenfliege, sah das anders. Zackig flog er unter dem Treppenabsatz hervor und katapulierte sich ins Freie. "Wallonin", kreischte er mit piepsiger Stimme quer über den Hof, "ich habe sie gefunden!"
Asininer Assassine
"... auf deinem Hintern eintätowiert", beendete der Asinine Assassine seinen Satz, nachdem die lästige Drachenfliege davongeschwirrt war. "Los, beeil dich, sie haben uns entdeckt!"
"Moment mal", sagte der Atonale Attentäter. "Ich habe überhaupt keine Tä... to..." Er verstummte und dachte eine Weile angestrengt nach, dann wurde er puterrot und schrie wütend: "Du SCHWEIN! Deshalb hast du mir letzten Dienstag so viel Wein ausgegeben! Was hast du mir auf den Hintern tätowiert, während ich bewußtlos war, du falscher Hund??!!"
"Nun ja", sagte der Asinine Assassine und wich einem Kinnhaken aus, indem er geschickt die falsche Gravitation nutzte und sich nach oben fallen ließ, "es ist eigentlich nur eine Tür."
"Eine TÜR??" schrie der Atonale Attentäter. "Du hast mir eine TÜR auf den - konnte es nicht wenigstens eine Rose sein oder ein Herz oder ein Tribal Tattoo oder irgendwas Stylisches - warum eine TÜR??!!"
"Was soll uns denn ein Tribal Tattoo nützen? Die Tür ist natürlich eine magische Tür, und ich werde jetzt einen fürchterlichen Dämon der Unterwelt beschwören, der die Burg dem Erdboden gleichmacht. Eigentlich wollte ich vorher alle Drachenritter persönlich ermorden, aber man kann ja nicht alles haben. Los, Hose runter, ich beginne mit der Beschwörung. KLATUBERATA --"
"DU WILLST MIR EINEN DÄMON AUS DEM ARSCH ZIEHEN??!!!" brüllte der Atonale Attentäter. "DAS KANNST DU KNICKEN, DA MACHE ICH NICHT MIT, KOMM MIR NICHT ZU NAHE!!!"
Die Drachenritter (und Silvana), die sich von draußen mehr oder weniger elegant an den Turm heranhangelten, hörten gebannt zu. Allmählich wurde ihnen klar, daß die Zeit ein bißchen drängte.
Jerron
"Ich warne dich!!!" wimmerte der Atonale Attentäter und drückte seinen Hintern vorsorglich gegen die nächstbeste Hauswand. "Ich bin bewaffnet!" Er durchwühlte seine Taschen und fand KeyKeepers gigantischen Schlüsselbund, mit dem er bedrohlich vor der Nase des Asininen Assassinen herumwedelte. Dieser zuckte vor der klimpernden Wucht unzähliger Schlüssel kurz zurück, besann sich aber dann eines besseren und begann irre zu lachen. "WUAHAHAHAHAHAHAAAAAA!!! Der Kleine hier bedroht mich mit einem Schlüsselbund!!! Wie niiiiedlich!!! So, jetzt haben wir aber alle herzlich genug gelacht und nun sei brav und dreh dich um. Wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit!"
"Das könnte dir so passen!!" heulte der Atonale Attentäter, holte aus und schleuderte dem Asininen Asassinen den Schlüsselbund mitten ins Gesicht. Die scharfkantigen Schlüssel rissen blutige Schrammen in des Assassinen Antlitz, Blutstropfen spritzten in alle Richtungen davon und der Assassine fiel nach schräg oben.
Verdutzt von der Wirksamkeit seines Schlages ließ der Atonale Attentäter den Schlüsselbund los, welcher in diversen Salti und Pirouetten quer über den Burghof flog und genau die Flugbahn der Drachenfliege kreuzte, die wiederum durch diesen neuen Richtungsimpuls völlig aus dem Kurs gebracht wurde und mit ballistischer Genauigkeit in der Magengrube von Jerron landete,der sich gerade gemeinsam mit KeyKeeper geräuschvoll in einen Kamin übergab (besonders schön anzusehen waren die vermischten Mageninhalte der beiden, die in hohem Bogen oben aus dem zugehörigen Schornstein spritzten).
Kurzzeitig verdattert blickten die drei sich an, bis die Drachenfliege das glitzernde Ding ins Maul nahm und wieder davonflattern wollte. "MEIN SCHLÜSSELBUND!!!" heulte die Schlüsselhüterin und krallte sich geistesgegenwärtig am linken Hinterbein der Drachenfliege fest. Jerron schnappte sich den Schwanz des insektioden Reptils und die beiden wurden quer über den Burghof gezogen.
"Sag mal," begann Jerron (und er dachte dabei betont nicht an die 50 Meter leere Luft zwischen ihm und dem Boden des Burghofes) "und mit deinem Schlüsselbund läßt sich wirklich JEDE Tür öffnen und schließen?"
KeyKeeper nickte vielsagend...
KeyKeeper
"... sogar die kleine Truhe, die unter deinem Bett steht konnte ich damit öffnen", bemerkte die Schlüsselwächterin mit einem Anflug schnippischen Galgenhumors.
"... kleine Truhe... Was? WAAAAAAAAS??", rief der Seher...
Cusach
"Ich, ähem ... Ich meine, wir ..." Cusach blickte hilflos zwischen Lady Ulrike und Lady Silvana hin und her. Schließlich zuckte er schicksalsergeben mit den Schultern, es hatte offenbar keinen Zweck zu versuchen, das Mißverständnis zu diesem Zeitpunkt aufzuklären. "Vergeßt es. Hat jemand eine Idee, was wir jetzt machen sollten? Suchen wir die Eindringlinge, den Schlüssel, die Tür oder Keykeep...?"
Sein Satz blieb unvollendet, als ein entfernter, aber nichtsdestotrotz aufdringlicher Geruch von Buttersäure an seine Geruchsnerven drang.
"Wir suchen Keykeeper", entschied er spontan, ging in die Knie, sprang ab ... Und beschleunigte in Richtung des Bodens, auf dem er, alle Fünfe von sich gestreckt, in gewohnt unsanfter Weise landete. Er erinnerte sich, diese Position in letzter Zeit häufiger eingenommen zu haben. Knurrend richtete er sich wieder auf/ab, ging zur nächstgelegenen Wand und schlug seine Klauen in die Fugen. Erst langsam, dann immer sicherer kletterte er an der Wand entlang. Vor seinem geistigen Auge sah er für einen kurzen Moment eine kleine Eidechse, die sich in ganz ähnlicher Weise auf der Suche nach Wärme an einer Wand entlang bewegte, doch er verdrängte das Bild. Das bisher Erlebte war schon peinlich genug gewesen, und immerhin hatte er jetzt eine Fortbewegungsart, die von der Ausrichtung unabhängig war. Mochte diese durchgedrehte Gravitation nur kommen!
"Ich gehe schon einmal vor", rief er den Damen zu und machte sich auf den Weg.
Takina_der_Gobbo
Langsam wurde die Drachenfliege ungehalten. Wie konnten diese beiden Menschen es nur wagen, sich an ihr festzuhalten ?
Wutentbrannt biß sie Jerron in die Hand. Allerdings bedeutete das für den Schlüsselbund, daß er nun wieder voll und ganz der eigenartig verdrehten Gravitation ausgesetzt war. Mehrere Haken schlagend fiel er hinunter oder besser gesagt hinüber in den Burghof.
Jerron schrie verzweifelt. Warum mußte so etwas immer nur ihm passieren ? Warum konnten ihm nicht auch mal schöne Dinge passieren ? Aber nein. Es war doch immer das selbe. Es war beinahe so, als hätte er sich irgendwo einen Fluch aufgehalst. Gerade wollte er sich noch weiter in Gedanken selbst bemitleiden, als er aufprallte. Die völlig verwirrte Gravitation hatte ihn direkt, auf dem einen oder anderen Umweg, gegen den Magierturg geschleudert. Allerdings war der Aufprall nicht hart und schmerzhaft. Vielmehr war es so, als wäre er auf einer weichen Matratze gelandet. Was auch der Fall war.
"Ach deshalb habe ich die vor drei Wochen hier an den Turm geheftet.", bemerkte er fröhlich und war vollauf mit sich zufrieden.
Ein lautes Klirren ließ den rothaarigen Burggoblin aus seinem Schlaf aufschrecken. Allerdings war es schon ein Wunder, daß er überhaupt aufwachte. Der Alkohol, den er vertilgt hatte als sie endlich aufgehört hatten 'Dreh den Gobbo' mit ihm zu spielen, hatte seinem kleinen Dickschädel doch ganz schön zugesetzt. Alles drehte sich um ihn und sein Kopf dröhnte ganz fürchterlich. Außerdem schien es, als hätte er sich nicht auf dem Fußboden sondern an der Wand zum Schlafen zusammengerollt.
Was konnte man gegen einen solchen Kater tun ?
Ganz einfach. Weitertrinken.
Langsam und vorsichtig fürhte Takina den noch immer halb gefüllten Zinnkrug an seinen Mund und nahm einen tiefen Zug daraus. Doch statt des hopfigen Saftes spürte er plötzlich einen schweren, metallischen Gegenstand auf der Zunge.
"Wasch tschum...", stieß er aus und fischte den Gegenstand aus seiner Futterluke.
Augenblicklich war er wieder nüchtern. Das war doch Keykeepers Schlüsselbund ! Na wenn das kein Glück war. Aber wie kam der denn hier in seinen Bierkrug ? Er mußte direkt durch das Fenster dort oben in den Saal gefallen... MOMENT MAL !!!!
Fenster dort oben?
Woher sollte denn ein Fenster in der Decke stammen ? Über diesem Saal befand sich doch eigentlich die Bibliothek...
Sollte er etwa tatsächlich an der Wand...
Entsetzt kreischend krallte Takina sich an der Wand fest und erwartete, jeden Augenblick zu Boden zu fallen. Doch nichts dergleichen tat sich. Nach einer Weile hörte er auf, sich an der Wand festzuklammern. Zumal es dort überhaupt nicht gab, an dem er sich hätte festhalten können. Wenige Minuten später hörte er auch auf zu schreien.
Also gut. Wie war die Situation. Er saß hier also an der Wand und hielt Keykeepers Schlüssel in der Hand.
Eine tolle Situation. Auf diese Gelegenheit hatte er schon seit langem gewartet. Es gab da ein ganz bestimmtes Schloß, daß er nur zu gerne mal geöffnet hätte.
Vorsichtig richtete der Goblin sich auf. Dabei ließ er den Zinnkrug los und dieser rutschte über den Boden an die östliche Wand, welche sich hinter ihm befand, seinem Gleichgewichtssinn nach aber im Moment oben sein müßte. Es war ein seltsames Gefühl, sich völlig entgegengesetzt zu seinem Gleichgewichtssinn und auch allen anderen Sinnen bewegen zu müssen. doch er schaffte es und lief schließlich völlig problemlos an der Wand entlang, wobei seine feuerroten Haare von der Gravitation nach oben gezogen (oder gedrückt ?) wurden.
Da es sich bei der Gravitation um ein physikalisches Grundprinzip handelte, gab es im Moment nur eine Person in der Drachenritterburg, die von der Verwirrung eben dieses physikalischen Prinzips völlig unbeeinflußt war. Nämlich die einzige Person, die es sich zur Gewohnheit gemacht hatte die Physik sowieso außer Acht zu lassen wenn sie ihr hinderlich wurde. So stapfte der 101. Ritter auch gänzlich unbehelligt den Gang zu seinem Gemach entlang. Und zwar mit den Füßen auf dem Boden. Er war verärgert über gewisse Dinge, die ihm in den letzten Stunden zugestoßen waren. Vor allem aber darüber, daß die zufällig aus dem Fenster fallende Rüstung ihr Ziel verfehlt hatte (nicht, daß er sich gewünscht hätte, daß irgend eine Person zu Schaden kam). Die teils nach oben, teils zur Seite hängenden Wandvorhänge hatte er nicht mal bemerkt. was er allerding bemerkte war der Goblin, der plötzlich in rasanter Geschwindigkeit an ihm vorbei lief. Und zwar an der Wand. In genau diesem Moment schlug die Gravitation um und riß den Goblin von der einen Wand an die andere. Doch Takina schaffte es noch in der Luft zu drehen und ungebremst weiterzulaufen.
'Was hat das jetzt wieder zu bedeuten ?' wunderte sich Dreibuchstaben. Hatte der Gobbo etwa wieder vor Unsinn anzustellen ? Und warum lief er an der Wand entlang ? Hatte er etwa Reigams Arbeitszimmer geplündert ? Vielleicht würde Takina wieder Ärger machen. Dann durfte der Dreibuchstabige Herrscher aber auf keinen Fall fehlen.
Also machte er sich in Erwartung einer guten Rauferei an die Verfolgung des Burggobbos.
[Anmerkung: Ich glaube, ich habe wieder Spaß am Schreiben gefunden *giggle*
Die Story ist aber auch ZU abgedreht um einfach nur mitzulesen]
Asininer Assassine
"KLATUBERATA", intonierte der Asinine Assassine. "HOKUSPOKUS FITZLIBUTZLI nun dreh dich endlich um, du Idiot, und nimm den Hintern aus dem Kamin!"
"Nein", sagte der Atonale Attentäter störrisch.
"SESAMÖFFNEDICH ENDEDERWELT äh wenn du den Hintern weiter in den Kamin hältst, kann ich den Dämon nicht kontrollieren!"
"Ist mir egal", trotzte der Atonale Attentäter. "Kannst du sowieso nicht. Du bist ein Versager. Sogar den Schlüsselbund hast du verloren -" Er fühlte ein merkwürdiges Prickeln an der Körperstelle, die er verzweifelt außer Reichweite des Asininen Assassinen hielt, und redete genauso verzweifelt weiter, um ihn abzulenken. "- und außer deiner Unterhose hast du überhaupt nichts mehr an, und du siehst scheiße aus. Kein Wunder, daß der Namenlose Assassine Verstärkung geschickt hat."
"GARGANTUA HOKUSPOKUS SIMSALAwas für eine Verstärkung ? ! ? "
"Guck mal da raus", sagte der Atonale Attentäter und zeigte zum Fenster. Der Asinine Assassine lief die Wand endlang, hangelte sich geschickt an einem Vorhang hoch und und guckte aus dem Fenster. Er sah einen Haufen Drachenritter, Raben, Drachenfliegen, Kotze, Gobbos, einen Labilen Leichenfledderer und einen Maulfaulen Meuchler. Alle kamen mehr oder weniger zielstrebig auf die Pechzinne der Instabilen Gravitation zu.
Er blinzelte. Der Maulfaule Meuchler guckte nach unten, sah ihn und winkte ihm zu - zumindest hoffte der Asinine Assassine, daß diese ruckartige Fingerbewegung an der Kehle vorbei ein freundliches Winken war. Der Labile Leichenfledderer fledderte hier und da ein bißchen herum und hatte ihn noch nicht bemerkt.
Er wich vom Fenster zurück, verlor das Gleichgewicht und krachte gegen die Decke. Das tat einen Moment später auch der Atonale Attentäter, der sofort versuchte, sich aufzurappeln und seine Kehrseite außer Reichweite zu bringen. Aber es war schon zu spät.
"Ha!" schrie der Asinine Assassine triumphierend. "UND TÜR AUF!!!"
Und mit einem häßlichen, unheilverkündenden Geräusch fuhr ein Dämon heraus, zischte ab in den Kamin und kam am anderen Ende wieder heraus. Frei und unkontrolliert.
Der Himmel wurde schwarz.
Cusach
Der Himmel wurde gleich darauf wieder blau, als sich die Rußwolke aus dem Schornstein entlang verquerer Schwerkraftlinien verflüchtete.
Cusachs Suche nach jemanden, der das derzeitige Chaos meistern konnte, hatte ihn mit untrüglicher Sicherheit zu einem Kamin geführt. Den Kopf nachdenklich schräg gelegt, lauschte er den verzerrten Stimmen, die durch den Schlot nach unten drangen. Er konnte sich aus dem offenbar recht heftig geführten Streit keinen Reim machen ... Jedenfalls nicht, bevor etwas Undefinierbares mit unglaublicher Geschwindigkeit aus dem Kamin und knapp an ihm vorbei schoß, von der gegenüberliegenden Wand abprallte und mit beängstigender Präzision durch eines der schmalen Fenster nach draußen verschwand.
Er verzichtete auf eine Verfolgung und stützte sich mit den Arm gegen den Kamin. Während er darüber nachdachte, welche Kreatur jetzt zusätzlich dabei war, Unruhe in der Burg zu stiften, ritzten seine Klauen verwirrende Muster in den Stein. - "Hm", meinte er und hielt das für eine überaus passende Aussage zum jüngsten Vorgang.
Silvana
"Hm." Silvana sah dem rußgeschwärzten Etwas hinterher, das quer über den Burghof schoss. "Da haben wir's. Weil hier niemand auf mich hört. Wie wollen die Drachenritter ohne einen Magier einen Dämon aufhalten?"
"Dämon? Was für einen Dämon?" Lady Ulrike war purpurrot im Gesicht, weil sie noch immer kopfüber an der Decke standen. "Ich habe soviel Blut im Kopf, ich kann kaum denken. Das tut echt weh!"
"Hm", machte die Wallonin noch ein Mal. "Urded!"
In flottem Zickzackflug flatterte die Drachenfliege herbei. "Ja, ja, was ist los ... ist los ... ist?"
"Dreh die Gravitation herum?"
"Hä?"
Silvana verdrehte die Augen. "Du bist ein Abkömmling der Drachen. Auch wenn du nur ein Bote bist, hast du magische Fähigkeiten. Also, dreh jetzt sofort die Gravitation rund um uns herum, sonst werde ich ein klein wenig ungehalten."
Ihr Blick ging Urded durch Schlangenleib und Drachenseele.
Wie ein Wirbelwind begann er in rasender Geschwindigkeit um die beiden Frauen herumzuschwirren, immer schneller und schneller, bis er nur noch ein bunter Streifen in der Luft war. Es dauerte nur Sekunden, dann verlor Lady Ulrike den Halt und stürzte kopfüber dem Boden entgegen. Nur Silvanas raschem Zupacken war es zu verdanken, dass sie nicht mit dem Kopf aufprallte. Unsanft fiel sie gegen die Wallonin, die ihren Speer in eine Mauerritze stieß und sich an ihm festkrallte, um nicht die Stufen nach unten zu poltern.
Eine seltsam flirrende Aura umgab die beiden Frauen, als Urded endlich inne hielt. "Hält nicht lange ... lange nicht."
"Schon gut, Urded, das muss reichen."
Trotzdem spürten die beiden den leichten Auftrieb der verschobenen Gravidation noch immer, und sie hatten das Gefühl eher über den Boden zu schweben denn zu gehen.
"He, das ist aber lustig", fand Lady Ulrike. Weiter kam sie in ihren Betrachtungen nicht, denn Silvana packte sie am Arm und schleifte sie hinter sich her.
"Wo ist diese Echse, die keine ist? In dieser Burg ist aber auch einiges im Argen, kann ich dir sagen. Niemand scheint hier der zu sein, der er vorgibt zu sein."
"Na, du machst da ja keine Ausnahme", verteidigte Lady Ulrike die Drachenritter sofort.
"Das steht hier nicht zur Debatte." Zielstrebig ging die Kriegerin auf den Teil der Burg zu, wohin der Dämon verschwunden war.
"Wo gehst du hin?" Lady Ulrike wurde allmählich mulmig zumute.
"Einer Kreatur des Bösen den Garaus machen, was dachtest du?"
"Bist du übergeschnappt?" Wild begann sich die Lady gegen die Wallonin zu wehren. "Ich würde gern hierbleiben und friedlich an der Decke kleben."
Zu voller Größe aufgerichtet stapfte Silvana über den Burghof. "Ich habe die Kraft der Drachen. Was soll also schiefgehen?"
"Du meine Güte, ich glaube mir wird schlecht."
Asininer Assassine
Eine kurze Zusammenfassung.
Silvana, Lady Ulrike und Urded verfolgten den Dämon, der wie eine abgeschossene Feuerwerksrakete durch die Gänge der Burg zischte. Cusach lehnte dekorativ am Kamin, unterhalb dessen sich die beiden Attentäter zankten. Die beiden anderen Attentäter robbten irgendwo an einer Mauer entlang, was sehr stylish aussah. Jerron und KeyKeeper lagen malerisch übereinander drapiert auf dem Burghof. Teria klebte in ihrer Nähe an der Wand, auf ihrem Kopf saß ein Rabe und putzte sein Gefieder. In einem ganz anderen Winkel der Burg lief Takina mit dem Schlüsselbund in der Hand zielstrebig durch einen Gang, um Unfug zu machen, während DtK ihm klirrend und scheppernd folgte, um aus dem harmlosen Unfug ein schreckliches Unheil zu machen und anschließend nach Möglichkeit die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Teria klaubte sich behutsam den Raben aus der Frisur. Leise sagte sie etwas, das ihrem Gesichtsausdruck nach eine Drohung war; Cusach verstand jedoch nur die Worte "Drachen", "rupfen" und "Küche". Der Rabe hörte ihr aufmerksam zu und hackte ihr dann in die Hand. Sie zog die Hand rasch zurück, und der Rabe fiel zunächst senkrecht nach links, fing sich dann und flatterte kopfüber auf die Pechzinne zu. Jerron und KeyKeeper sortierten ihre Gliedmaßen auseinander und kletterten zu Teria hin. "Alles in Ordnung?" fragte Teria.
"Na sicher", sagte KeyKeeper spitz. "Außer, daß mich dieser abartige Ton fast umgebracht hat und ich immer noch klatschnaß bin, ist mein Schlüsselbund weg, und wir können die Gravitation nicht wieder einsperren. Und dann ist da noch dieser Dämon. Klar, alles in schönster Ordnung!"
"Das hatte ich sowieso vorausgesehen", sagte Jerron.
"Prima" sagte Teria. "Hast du auch vorausgesehen, wie wir das alles wieder zurechtbiegen?"
"Natürlich nicht!" sagte er entrüstet. "Ich sehe nur, DASS wir es wieder hinkriegen. Aber ich habe keinen Schimmer, wie. Das heißt, ich sehe gerade - DUCKEN!"
Sie warfen sich alle drei platt gegen die Wand. In der nächsten Sekunde zischte der Dämon in einem Wahnsinnstempo über ihre Köpfe und zog einen Flammenschweif hinter sich her. Sie richteten sich auf und schauten ihm nach. "Was macht der da eigentlich?" fragte Teria.
"Ich bin nicht so sicher", sagte KeyKeeper, aber es sieht so aus, als würde er versuchen, an jedem einzelnen Punkt der Burg wenigstens einmal vorbeizukommen."
"Also DAS war die Vision", sagte Jerron und wurde plötzlich bleich. "Ich habe gesehen, wie die ganze Burg in eine andere Dimension gesaugt wird! Wir werden alle sterben!"
"Na, DAS hast du wohl hoffentlich nicht gesehen!" sagte Teria entsetzt.
"AAAAAAACHTUNGGG!!!!!"
Sie duckten sich wieder, und im nächsten Moment klatschte etwas Cusachförmiges neben ihnen gegen die Wand und blieb benommen liegen.
Nun waren sie immerhin zu viert, aber das half ihnen auch nicht.
"Wir müssen diese Assassinen unschädlich machen, bevor sie noch mehr Unheil anrichten!" stieß Cusach hervor. "Kommt mit!"
Takina pfiff ein fröhliches Liedchen, während er an der Decke entlanglief und gelegentlich über einen Kronleuchter hüpfte. Ihm machte die ganze Sache einfach Spaß. Er hatte zwar keine Ahnung, was mit der Schwerkraft passiert war, aber von ihm aus konnte das so bleiben. Gelegentlich hörte er ärgerliche oder ängstliche Rufe aus den Kammern der Ritter und des Gesindes; vermutlich kamen die Leute nicht mehr an ihre Türen heran, die unerreichbar weit über ihren Köpfen hingen. Takina kicherte. Ihn konnte nichts aufhalten. Zwar sahen die Gänge ein bißchen anders aus als gewohnt, aber dem Orientierungssinn eines Gobbos konnte so schnell keiner etwas vormachen. Gleich war er da, und dann hatte er endlich freien Zutritt zu den heiligsten und geheimsten Räumen der Burg: den Räumen des Drachenmeisters!
DtK hatte keine Mühe, mit dem Gobbo Schritt zu halten, zumal er sich nicht damit aufhielt, über Dinge zu hüpfen, die ihm in den Weg kamen. Was ihm in den Weg kam, lebte nicht einmal lange genug, um "AUA!" zu schreien. Ebenso wie Takina hatte DtK ein Ziel.
"Und du bist sicher, daß wir ihn so fangen?" sagte Lady Ulrike. Das Sprechen fiel ihr ein bißchen schwer, da ihr von der verkehrten / herumwirbelnden / sich drehenden Schwerkraft schon wieder speiübel war, und Urdeds Herumschwirrerei hielt sie zwar einigermaßen ständig am Fußboden, machte ihrem armen Gleichgewichtssinn jedoch nur noch mehr zu schaffen. Silvana schritt natürlich ruhig und majestätisch weiter. Lady Ulrike konnte nur hoffen, daß diese Pose bloß Schau war.
"Natürlich", sagte Silvana hoheitsvoll. "Die Kraft der Drachen -"
"Silvana, ich hab dich sehr lieb", röchelte Lady Ulrike, "aber wenn du noch einmal 'die Kraft der Drachen' sagst, erwürge ich dich! TU endlich was!!"
"Wir sind gleich da", sagte Silvana.
"Wo gehen wir denn überhaupt hin?"
"Zu den Drachen natürlich."
"Ach so", sagte Lady Ulrike schwach, "natürlich. Wohin auch sonst." Dann wurde ihr RICHTIG schlecht.
"Sag mal", fragte der Atonale Attentäter, während der Dämon draußen am Fenster vorbeizischte wie ein angestochener Luftballon, "ich dachte, du kontrollierst ihn?"
"Dachte ich auch", murmelte der Asinine Assassine.
Weit enfernt, auf seiner jährlichen Ferienwanderung, fragte sich der DRACHENMEISTER, wie es wohl seinen geliebten Drachenrittern ging. Ach, dachte er vergnügt und voller Zuneigung, denen geht es gut. Denen geht es IMMER gut. Er schwang seinen Wanderstab und summte ein Liedchen, während er schwungvoll dem Sonnenuntergang entgegenschritt.
Labiler Leichenfledderer
"Ja wie jetzt?" dachte sich der Dämon, als er über ein weiteres Grüppchen jämmerlich bibbernder Würmer hinwegfegte. "Und nun?"
Er war schon öfters aus seiner behaglich warmen niederhöllischen Kerkerdimension woandershin gerufen worden - stets von anmaßenden sogenannten "Magiern", die sich für mächtig genug hielten, ihm, ausgerechnet IHM!!! ihren Willen aufzuzwingen, pah!!! Nun ja, mit einigen von ihnen hatte er sich auf ein sogenanntes "Dschointwäntscher" zum beiderseitigen Vorteil (das hatte er in einem Wochenendseminar namens "Verkaufsstrategische Argumentationsmaßnahmen zum Seelenerwerb armseliger Würmer, Teil I" gelernt) geeinigt. Andere hatten sich jämmerlich gekrümmt vor ihm auf dem Boden gewunden, was ihn erheblich mehr amüsierte, aber zumindest hatten sie alle was von ihm gewollt!!
Aber jetzt sauste er mit dämonischer Geschwindigkeit durch die Gebäude dieser völlig durchgeknallten Dimension, ohne von irgendjemandem einen Auftrag erhalten zu haben. "Nicht mal für ne vernünftige Schwerkraft können die hier sorgen!" schnaubte er verächtlich. Langsam wurde ihm langweilig. Er wollte dringend wieder nach Hause. Ein Arme-Seelen-Hirn-Auflauf brutzelte im Ofen und außerdem hatte er gerade seine Unterhemden gebügelt, als er in diese Dimension gezogen wurde und er war sich nicht ganz sicher, ob er noch das Bügeleisen ausgeschaltet hatte...
Er wußte zwar genau, warum er gerufen worden war, aber wenn ihm niemand einen ausdrücklichen Auftrag gab, konnte er gar nichts tun, so war es im 3. Niederhöllischen Konzil von 1523 festgelegt.
"Wenn mir nicht bald jemand was befiehlt, geh ich wieder nach Hause. Mein Auflauf brennt sonst noch an, von meinen Unterhemden ganz zu schweigen."
Gelangweilt schoß er durch die Gänge der Burg, stets damit beschäftigt, die Launen der hiesigen Gravitation in seinem Flug auszugleichen und auf der Suche nach einem würdigen Beschwörer, der ihm die richtigen Worte sagen würde.
Er bog in einen weiteren Gang ein, den er noch nicht kannte.
Der Labile Leichenfledderer hielt kurz inne beim Leichenfleddern, als ihm der Maulfaule Meuchelmörder mit einem Zettel vor der Nase herumwedelte.
"Was willst du? Nerv mich nicht! Siehst du nicht, daß ich hier fleißig fleddere?" Doch als er das Siegel des Namenlosen Assassinen (zwei gekreuzte schwarze Dolche auf schwarzem Grund) auf dem Fetzen Papier sah, hielt er sofort in seinem Treibenm inne und schnappte sich den Wisch ehrfurchtsvoll. "Sag das doch gleich, du maulfauler Penner!"
Der Maulfaule Meuchelmörder seufzte schicksalsergeben.
"Hör dir das an! Der Plan des Chefs ist geradezu genial!!! Dieser Asinine Arschkriecher ist nur viel zu früh aufgebrochen, bevor er noch genauere Instruktionen erhalten konnte. Diensteifriger Depp, das!!!"
Aufgrund der Anhäufungen von Alliterationen schüttelte der Maulfaule Meuchelmörder entnervt den Kopf und ließ mit einem deutlichen "Gnnnnnnnnnnhnn" verlauten, was denn nun eigentlich der ach so geniale Plan des Namenlosen Assassinen war.
"Das kann ich dir genau sagen", begann der Leichenfledderer. "Hör gut zu..."
Dreibuchstaben stapfte unbeirrt von durch die Gegend fliegenden Teppichen, Kronleuchtern und Spinnweben durch die Gänge der Burg. Um ihn herum war die Welt endgültig verrückt geworden. Nicht mal an die Schwerkraft können sich diese Deppen halten! Wird endlich Zeit, daß sich ein wahrhaft düsterer Führer diesem armseligen Haufen annimmt und für Ordnung sorgt. Dreibuchstaben wußte sehr genau, wer diese Person sein sollte. Hatte er erst einmal genug willfährige Diener gefunden, die ihm ob seines ordnungschaffenden Geschickes huldigten, so könnte es mit der Weltherrschaft auch nicht mehr weit her sein. Gemeine Gedanken krochen mühsam durch seine gepanzerten Gehirnwindungen und versuchten sich zu einem perfiden Plan zusammenzusetzen. Bisher scheiterten sie allerdings noch kläglich...
Am Ende des Ganges sah er einen feurigen Schweif auftauchen, der rasch näher kam und zwar genau auf ihn zu!
"...nicht nur diese Burg sondern sämtliche Behausungen der Drachenritter. Der Dämon trägt nämlich einen gemeinen Krankheitserreger mit sich herum, manche nennen so was auch Virus. Der Dämon soll in den Taubenschlag des DRACHENMEISTERS eindringen, sich selbst in viele kleine Teile zerlegen und dann mit den Tauben zu den Burgen der Drachenritter geschickt werden."
Der Dämon sah eine schwarze Rüstung, die seinen Weg verstellte. "He, weg da, hier komm ich!!!!" brüllte er.
"Weg da, hier bin ich!!!" brüllte die Rüstung zurück.
"Mir doch egal, ich bin stärker als du!"
"Mir doch egal, ich bin stärker als du!"
Eine Explosion durchfuhr Dreibuchstabens Kopf, als der Dämon in seinem Helm einschlug und sich in seinen Sehschlitzen verhedderte. Die perfiden Gedanken in Dreibuchstabens geharnischten Hirnwindungen beschleunigten sich auf einmal "Virus... verschicken... alle Burgen der Drachenritter... vernichten... zerstören... aus dieser Dimension entfernen... Weltherrschaft... nur meine Burg übrig..."
Eine gepanzerte Faust schloß sich um den brennenden Leib des Dämons und zerrte ihn aus den Sehschlitzen hervor.
"So, mein Kleiner, du hast mich gerade auf eine exzellente Idee gebracht. Wie war das mit diesem 'Wierus?' "
Bibbernd wand sich der Dämun im Schraubstockgriff des Panzerhandschuhs. "Ja Meister, was kann ich für Euch tun? Was befehlt Ihr mir? Und bitte nicht so fest zudrücken!!"
"...und dadurch werden dann sämtliche Burgen aller Drachenritter aus dieser Dimension gesaugt und landen in den Niederhöllen! Ist das nicht genial?!!!" Ein begeistertes Flackern glomm in den Augen des Labilen Leichenfledderers auf. "Und hier auf diesem Zettel steht die exakte Formel, die man braucht, um den Dämon dazu zu bringen. Und wir dürfen sie aussprechen!! Ist das nicht toll? Sag selbst! Oh, tschuldigung, tut mir leid, war nicht persönlich gemeint..."
Der Maulfaule Meuchler verdehte genervt die Augen und dachte sich seinen Teil.
"Jetzt müssen wir nur noch den Dämon finden und ihm die Formel aufsagen. Ein Kinderspiel, auf gehts!!"
Der Labile Leichenfledderer trottete beschwingt davon (etwas durch die Saugnäpfe an seinen Stiefeln in der Eleganz eingeschränkt), gefolgt von einem Maulfaulen Meuchelmörder.
Asininer Assassine
"Und JETZT!" schrie der Asinine Assassine triumphierend. "JETZT kommt der Untergang! Drama! Tragik! Gewaltige Dimensionen! Leidenschaft! Schöne Frauen! Gewaltige -"
"Du kannst aufhören", sagte der Atonale Attentäter. "Sie sind alle weg."
Der Asinine Assassine unterbrach sich und blickte sich verwirrt um. "Wie, weg? Was meinst du mit "weg"?"
"Na, weg eben", sagte der Atonale Attentäter und wies auf den menschenleeren Burgplatz.
"Ja, wie", sagte der Asinine Assassine, "hat es denn schon geklappt? Hat der Dämon sie alle in die Niederhöllen verschleppt?"
"Ich glaube nicht", sagte sein Kumpan düster. "Sie sagten irgendwas von "zum normalen Tagesablauf zurück" und "Seite 9"... Nur Jerron ist bis ganz zum Schluß geblieben, aber der mußte jetzt auch weg. Murmelte was von "dem Weltenwexler eins überbraten" oder so."
"Aberaberaber das geht doch nicht! Jetzt kommt doch der Showdown! Das Finale! High Noon! Todesverachtender Heldenmut im Angesicht des dräuenden Untergangs! Die Vernichtung äh Vertreibung der Schurken! Die Belohnung der Helden! Der leidenschaftliche Kuß zwischen Raspel und Lady Christina! Das -"
"Hat nicht geklappt, glaub ich", sagte der Atonale Attentäter. "Komm von der Kiste runter, wir gehen nach Hause."
"Das ist gemein!" heulte der Asinine Assassine. "Das können die doch nicht machen! Das geht doch nicht! Diese Verbrecher! Die verdienen ja überhaupt nicht, daß man sie in die ewige Finsternis schleudert!"
Aus irgendeiner Ecke tauchten der Labile Leichenfledderer und der Maulfaule Meuchler auf. "Was ist denn jetzt?" fragte der Labile Leichenfledderer. "Wieso gehts nicht weiter?"
"Alltag", sagte der Atonale Attentäter düster. "Langeweile. Phantasielosigkeit. Unkreativität. Wir sind besiegt. Wir gehen nach Hause."
Sie seufzten, stützten den völlig gebrochenen Asininen Assassinen und machten sich auf den Weg zum Burgtor. Nich einmal die Wachen beachtete sie, es war, als seien sie unsichtbar. Sie gingen durch das Burgtor und verloren sich irgendwo in der kargen, trostlosen Landschaft.
Auch der Dämon, der eben begonnen hatte, Dreibuchstaben den endgültigen Weg zur Weltherrschaft zu ebnen, hielt verdutzt inne, als der gepanzerte Ritter sich einfach umdrehte und wegstampfte.
"Na schön", dachte er sich dann. "Auf diese Weise komme ich wenigstens rechtzeitig zum Abendessen nach Hause."
Und verschwand.
ENDE
Dreibuchstaben
Ablehn... ähm... Applaus!
Die Geschichte ist gar nicht schlecht. Außerdem eine der wenigen, die je zu Ende geschrieben wurde.
Du solltest sie zusammenfassen und bei Dir oder hier bei den Drachenritter unterstellen!
Sowas ist meist zu schade, um "weggeworfen" zu werden...
Teria
Danke schön!
Obwohl sie ja nur deswegen schon zu Ende ist, weil keiner außer Jerron mehr mitgemacht hat. *lobt & preiset Jerron*
Jerron
*läßt sich loben und preisen*
Schade, daß die Geschichte so enden muß. Vor allem hat Dreibuchstaben eine einzigartige Gelegenheit verpaßt, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Aber wenn keiner mehr mitmacht, haben die doofen Unkreativen Leute auch keinen besseren Schluß verdient. So, das habt ihr jetzt davon.
"Ich habs ja von Anfang an gewußt, aber auf mich hört ja mal wieder keiner", grummelte Jerron und trottete gen Weinkeller, in dem er einen netten Humpen zu finden hoffte, der ihn ein wenig trösten würde.
Teria
Teria und die Raben folgten ihm.
12.02.-17.10.2002
(c) Astrid Vollenbruch